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Australian Open : Enttäuschung für australische Fans

  • Aktualisiert am

Gut gemeint, aber nicht realistisch: „Aussie”-Fans bei der Night-Session Bild: AFP

Die beiden letzten australischen Hoffnungsträger Samantha Stosur und Bernard Tomic sind bei den Australian Open ausgeschieden. Die einzig verbliebene deutsche Teilnehmerin freut sich auf ihre nächste Night-Session.

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          „Australiens Asse streben nach Ruhm“, hatte die Tageszeitung „Herald Sun“ am australischen Super-Samstag getitelt, doch die einheimischen Stars konnten die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Mit Samantha Stosur und Bernard Tomic sind die letzten beiden Lokalhelden ausgeschieden.

          Der 18-Jährige Tomic, der nur dank einer Wildcard ins Hauptfeld kam, und sich dort immerhin bis in die dritte Runde vorspielte, unterlag in der Night Session dem in der Weltrangliste um 198 Plätze höher eingestuften Spanier Rafael Nadal glatt in drei Sätzen (2:6, 5:7, 3:6). „Er hat sehr gut gespielt. Wenn er sich weiter so entwickelt, kann er schon bald zu den Top-Spielern gehören“, lobte Nadal seinen jungen Kontrahenten. Der in Melbourne weiter ohne Satzverlust groß aufspielende Weltranglisten-Erste strebt dagegen schon jetzt unaufhaltsam seinem vierten Grand-Slam-Titel in Serie entgegen und trifft nun auf den Kroaten Marin Cilic.

          Die letzten australische Siege datieren aus den 70er Jahren

          Zuvor war bereits Australiens Hoffnung Samantha Stosur gescheitert. Die French-Open-Finalistin verlor gegen die Tschechin Petra Kvitova mit 6:7 (5:7), 3:6. „Natürlich wäre ich gerne weiter im Turnier geblieben“, sagte die 26-Jährige: „Es fühlt sich ein bisschen komisch an, verloren zu haben, aber mit dem Gefühl vom Platz zu gehen, eigentlich ein gutes Match gespielt zu haben.“

          Aus für Australiens Hoffnung: Samantha Stosur
          Aus für Australiens Hoffnung: Samantha Stosur : Bild: dpa

          Damit müssen die Australier weiter auf den ersten Damen-Sieg bei ihrem Heim-Grand-Slam seit 1978 warten. Damals gewann Chris O'Neil. Der letzte Herren-Erfolg liegt bereits 35 Jahre zurück, als Mark Edmondson triumphierte.

          Night-Session mit Petkovic gegen Scharapowa

          Die 20 Jahre alte Kvitova, die im Vorfeld der Australian Open die Veranstaltung in Brisbane im Finale gegen Andrea Petkovic gewonnen hatte, trifft nun im Achtelfinale auf die Italienerin Flavia Pennetta. Petkovic ihrerseits darf auch das Achtelfinale gegen die Russin Maria Scharapowa in der populären Night-Session auf dem Centre Court in der Rod Laver Arena bestreiten. „Ich freue mich, dass ich noch einmal die Möglichkeit habe. Am Freitag war es doch etwas kurz“, sagte Petkovic. Venus Williams hatte am Tag zuvor in der dritten Runde gegen die beste deutsche Spielerin nach nur vier Minuten verletzt aufgeben müssen.

          Die an Nummer zwei gesetzte Russin Vera Swonarewa erreichte nach einem 6:3, 7:6 (11:9) gegen die Tschechin Lucie Safarova in der Runde der besten 16. Auch Kim Clijsters erreichte das Achtelfinale, indem sie das französische Geburtstagskind Alize Cornet 7:6 (7:3), 6:3 niederrang. „Es war ein schweres Spiel. Ich hoffe, sie konnte ihren Geburtstag hier draußen in der Rod Laver Arena trotzdem ein bisschen genießen“, sagte Clijsters.

          Juschni und Tsonga überraschend ausgeschieden

          Robin Söderling und Andy Murray haben unterdessen ohne Probleme das Achtelfinale erreicht. Der an Nummer vier gesetzte Schwede Söderling setzte sich am Samstag gegen den Tschechen Jan Hernych mit 6:3, 6:1, 6:4 durch und ist im Jahr 2011 damit nach wie vor ungeschlagen. In der Vorbereitung auf das erste Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison hatte Söderling die Veranstaltung in Brisbane gewonnen. Vorjahresfinalist Murray bezwang den Spanier Guillermo Garcia-Lopez ebenfalls ohne Probleme 6:1, 6:1, 6:2. Auch der an Nummer sieben gesetzte Spanier David Ferrer siegte gegen den Litauer Richard Berankis klar in drei Sätzen mit 6:2, 6:2, 6:1.

          Das Aus kam dagegen überraschend für den an Nummer zehn gesetzten Russen Michail Juschni, der dem erst 20 Jahre alten Kanadier Milos Raonic mit 4:6, 5:7, 6:4, 4:6 unterlag. Auch der an Nummer 13 notierte Franzose Jo-Wilfried Tsonga musste völlig unerwartet die Koffer packen. Tsonga verlor gegen den Ukrainer Alexander Dolgopolow, der in der zweiten Runde den Mettlacher Benjamin Becker ausgeschaltet hatte, mit 6:3, 3:6, 6:3, 1:6, 1:6.

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