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Insolvenzverfahren : Versteigerung der Trophäen von Boris Becker abgesagt

  • Aktualisiert am

Boris Becker darf seine Trophäen vorerst behalten. Bild: dpa

Am Donnerstag hätten die persönlichen Gegenstände des dreimaligen Wimbledonsiegers unter den Hammer kommen sollen. Nun aber darf Boris Becker Trophäen und andere Erinnerungsstücke vorerst behalten.

          Das deutsche Tennisidol Boris Becker kann Trophäen und andere Erinnerungsstücke aus seiner erfolgreichen Karriere vorerst behalten. Die im Rahmen des Insolvenzverfahrens gegen den 50-Jährigen in Großbritannien geplante Auktion ist abgesagt worden. Das geht aus einem Dokument einer britischen Anwaltskanzlei hervor, das Becker bei Twitter veröffentlichte.

          „Endlich gute Nachrichten“, kommentierte Becker das Schreiben. Die Versteigerung wurde nach einer elfstündigen Anhörung gestoppt, am Donnerstag hätten die persönlichen Gegenstände des dreimaligen Wimbledonsiegers unter den Hammer kommen sollen. Darunter unter anderem Pokale, Uhren, Auszeichnungen, ein Trainingsanzug, benutzte Socken und signierte Schuhe.

          Becker hatte sich zuletzt in der Bild am Sonntag über die Pläne echauffiert. Es gehe „nur darum, mir persönlich wehzutun, weil ich natürlich emotional an den Trophäen hänge. Wenn man den reinen Verkaufswert dieser Gegenstände wie Schläger und Pokale aufrechnet, dann ist das ein Klacks“, sagte Becker und kündigte rechtliche Schritte an.

          Am Donnerstag konnte man zwar zunächst noch online auf rund 80 persönliche Gegenstände Beckers bieten. Das Auktionshaus „Wyles Hardy & Co.“ bestätigte aber auf Anfrage, dass die Versteigerung gestoppt worden sei und demnächst offline genommen werde. „Danach warten wir auf weitere Anweisungen.“ Beckers Insolvenzverwalter Mark Ford teilte mit, dass man der „vorübergehenden Vertagung der Versteigerung zugestimmt“ habe, bis Behauptungen Beckers vor einem Gericht geklärt worden seien. Für die Bieter sei wegen der öffentlichen Debatten um die Insolvenz zuletzt ein Gefühl der Unsicherheit entstanden, das man selbst allerdings für völlig unbegründet halte.

          Becker hatte im April mitgeteilt, er sei zum Attaché für Sport, Kultur und humanitäre Angelegenheiten der Zentralafrikanischen Republik ernannt worden. Seine Anwälte versuchen das Insolvenzverfahren mit Verweis auf die diplomatische Immunität ihres Mandanten zu stoppen. Hochrangige Politiker des bitterarmen Landes bestreiten aber, dass Becker sich auf diplomatische Immunität berufen kann.

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