https://www.faz.net/-gtl-7ocbz

Golf-Masters in Augusta : Spieth könnte Rekord von Tiger Woods brechen

  • -Aktualisiert am

Jordan Spieth hat eine gute Ausgangslage beim Masters in Augusta Bild: AFP

Der junge Texaner hat in Augusta zu Bubba Watson aufgeschlossen Die beiden Freunde gehen nun gemeinsam in die entscheidende letzte Runde.

          2 Min.

          Bubba Watson hat beim 78. Masters in Augusta an der Spitze des Felds Gesellschaft bekommen. Der 35 Jahre alte Masters-Champion von 2012 büßte am Samstag seine alleinige Führung und seinen Vorsprung von drei Schlägen ein, geht aber dennoch an diesem Sonntag gemeinsam mit seinem 15 Jahre jüngeren Landsmann Jordan Spieth als letztes Paar auf die Schlussrunde.

          Beide haben nach drei Runden 211 Schläge (5 unter Par) auf ihrem Konto. Linkshänder Watson spielte Runden von 69, 68 und 74, Spieth von 71, 70 und 70 Schlägen. Die beiden Nachbarn in der Weltrangliste – Watson wird auf Rang 12, Spieth auf Rang 13 geführt – sind gute Freunde und haben so häufig miteinander gespielt. Watson sagte: „Wenn ich nicht gewinnen sollte, dann wünsche ich, dass es Jordan schafft.“

          „Ich bin genau in der Position, die ich mir gewünscht habe. Es war mein großes Ziel bei einem Major um den Sieg mitzuspielen. Und das Masters ist das Turnier, das ich am liebsten gewinnen würde“, sagte der junge Texaner aus Dallas. Sollte das Spieth gelingen, der im vergangenen Jahr einen kometenhaften Aufstieg erlebte, würde er nicht nur den Altersrekord von Tiger Woods brechen, der 1997 im Alter von 21 Jahre gewann. Er könnte auch der erste Spieler sein, der seit Fuzzy Zoeller im Jahre 1979 gleich bei seinem Debüt triumphiert.

          Allerdings, auch wenn beim Masters der Sieger meist im letzten Paar auf die Schlussrunde ging, ist der Kampf um das begehrte grüne Siegesjackett nach dem dritten Tag sehr offen. Der Amerikaner Matt Kuchar und der Schwede Jonas Blixt liegen nur einen Schlag zurück, der fünfzigjährige Spanier Miguel Angel Jimenez und der Amerikaner Rickie Fowler nur zwei, und weitere drei Profis, der Engländer Lee Westwood, der Amerikaner Jim Furyk und der Däne Thomas Björn wiesen nur drei Schläge Rückstand auf.

          Anspruchsvoller Kurs

          Auf einem Platz, der mit beinharten, pfeilschnellen Grüns und schwierigen Fahnenpositionen das Feld auch an diesem Tag durcheinander wirbelte, sind selbst die auf Rang zehn rangierenden Spieler, wie der Engländer Justin Rose, der Amerikaner Kevin Stadler, der 54-jährige Amerikaner Freddie Couples und der Australier John Senden bei vier Schlägen Rückstand noch nicht aus dem Rennen.

          Dagegen geht es für die beiden Deutschen im Feld nur noch darum, sich weiter zu verbessern. Bernhard Langer lag nach Runden von 72, 74 und 73 und insgesamt 219 Schlägen auf dem 24. Platz, Kaymer rangierte auf 29 (220/75+72+73). Langer, der von einem heftigen grippalen Infekt geplagt wird, fühlte sich schon nach wenigen Löcher auf dem Platz kraftlos, dass er trotzdem so gut spielte, spricht Bände für das Können und den Willen des Altmeisters. „Ich konnte hier nie üben, habe mich immer nur kurz eingeschlagen und nach der Runde bin ich immer gleich ins Bett“, sagte der 56 Jahre alte Langer.

          Kaymer sprach davon, dass er im Vergleich zum Vortag besser geputtet habe, aber es nutzte ihm wenig, weil er den Ball am Samstag nicht nahe genug ans Loch schlagen konnte. „Ich muss einfach hier mal eine Runde von 68 oder 69 Schlägen spielen, damit beim Masters der Knoten platzt“, meinte der 29 Jahre alte Rheinländer. Bei seinen bisher 19 Runden auf dem Platz des Augusta National Golf Clubs gelang es ihm noch nie, die magische Marke von 70 Schlägen zu unterbieten, sein Bestmarke sind 70 Schläge, die er in der Schlussrunde des Vorjahres spielte.

          Immerhin macht ihm mittlerweile Golf in Augusta richtig Spaß: „Ich freue mich schon auf die Runde morgen.“ Er wird sie gemeinsam mit dem Amerikaner Bill Haas absolvieren. Der 31-jährige Amerikaner hatte nach dem ersten Tag mit 68 Schlägen das Feld angeführt, war dann aber nach Runden von 78 und 74 weit zurück gefallen.

          Langer geht gemeinsam mit dem Schweden Henrik Stenson auf die Runde. Dem Weltranglistendritte hätte bei diesem Turnier schon ein zweiter Platz gereicht, um Tiger Woods von der Spitze der Weltrangliste zu verdrängen. Auch die Nummern zwei und vier der Hackordnung, der Titelverteidiger Adam Scott (16. mit 217 Schlägen/1 über Par) und sein australischer Landsmann Jason Day (18. mit 218 Schlägen/2 über Par),  werden es wohl nicht schaffen, den langjährigen, diesmal nach einer Rückenoperation fehlenden Primus zu verdrängen, Scott müsste dazu mindestens Zweiter werden, Day sogar siegen

          US Masters in Augusta/Georgia (8 Mio. Dollar/Par 72)

          3. Runde:

          1. Bubba Watson (USA) 211 (69+68+74) und Jordan Spieth (USA) 211 (71+70+70) Schläge;
          3. Jonas Blixt (Schweden) 212 (70+71+71) und Matt Kuchar (USA) 212 (73+71+68)
          5. Miguel Ángel Jiménez (Spanien) 213 (71+76+66) und Rickie Fowler (USA) 213 (71+75+67)
          7. Thomas Bjørn (Dänemark) 214 (73+68+73), Jim Furyk (USA) 214 (74+68+72) und Lee Westwood (England) 214 (73+71+70)
          10. Kevin Stadler (USA) 215 (70+73+72), John Senden (Australien) 215 (72+68+75), Fred Couples (USA) 215 (71+71+73) und Justin Rose (England) 215 (76+70+69)

          ...24. Bernhard Langer (Anhausen) 219 (72+74+73)
          29. Martin Kaymer (Mettmann) 220 (75+72+73)

          Weitere Themen

          Der Coup des Max Verstappen

          Formel 1 in Frankreich : Der Coup des Max Verstappen

          Nach einem Fahrfehler gewinnt der Niederländer den Großen Preis von Frankreich. Dank einer brillanten Strategie mit einem Überholmanöver kurz vor Schluss zieht er noch vorbei an Lewis Hamilton.

          Topmeldungen

          Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet (links) und der CSU-Vorsitzende Markus Söder bei der Pressekonferenz zum gemeinsamen Wahlprogramm der Union am Montag in Berlin.

          Programm von CDU und CSU : Fixstern des Wahlkampfs

          CDU und CSU legen ein Wahlprogramm vor, das auf deutliche Distanz zu Grünen und SPD geht, von der Linkspartei ganz zu schweigen. Nur die FDP wird Schwierigkeiten haben, sich abzugrenzen.
          Nichts mehr frei: Blick auf die Stockholmer Innenstadt

          Regierungskrise in Schweden : Wer jetzt kein Haus hat

          Die Wohnungsfrage ist die schärfste soziale Frage im Europa unserer Zeit. In Schweden hat sie nun ihren vorläufigen Höhepunkt erfahren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.