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ATP-Turnier Madrid : Zverev im Finale chancenlos

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Bild: AP

Carlos Alcaraz macht auch vor Alexander Zverev keinen Halt: Deutlich unterliegt die deutsche Nummer eins dem spanischen Jungprofi im Finale in Madrid. Immerhin: Nach dem Spiel hat Zverev die Lacher auf seiner Seite.

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          Alexander Zverev hat die Titelverteidigung beim Tennis-Turnier in Madrid klar verpasst. Der Olympiasieger musste sich beim Masters-1000-Event am Sonntag im Finale dem spanischen Jungstar Carlos Alcaraz klar mit 3:6, 1:6 geschlagen geben und war dabei völlig chancenlos.

          Der 19 Jahre alte Alcaraz, der in den Runden zuvor bereits nacheinander Rafael Nadal und Novak Djokovic bezwungen hatte, zeigte auf dem Sandplatz im Caja Magica eine starke Leistung und gehört in dieser Form zu den Topfavoriten bei den in zwei Wochen beginnenden French Open in Paris. Zverev wartet dagegen weiter auf seinen ersten Titelgewinn in diesem Jahr.

          „Obwohl du erst fünf Jahre alt bist“

          Nach seiner Niederlage bewies Alexander Zverev Größe und Sinn für Humor. „Junge, im Moment bist du der beste Spieler der Welt“, sagte Zverev nach dem Spiel: „Und obwohl du erst fünf Jahre alt bist, schlägst du uns alle der Reihe nach, wie du gerade willst.“ Zverev hatte die Lacher auf seiner Seite.

          In dem einseitigen Match hatte es für die deutsche Nummer eins dagegen nichts zu Lachen gegeben. Im Reich des neuen Sandplatzkönigs Carlos Alcaraz stand der Olympiasieger auf vollkommen verlorenem Posten. Zverev war nach nur 62 Minuten geschlagen.

          Gegen das explosive Spiel des 19-Jährigen war Zverev viel zu langsam, er fand kein Mittel gegen die Drop Shots und die 160 km/h schnelle Vorhand und wirkte phasenweise wie ein Statist. Sein dritter Titel in Madrid nach 2018 und 2021 war zu keiner Zeit realistisch.

          Alcaraz wird am Montag von Platz neun auf sechs der Weltrangliste vorrücken. Zverev hingegen, die Nummer drei der Welt, wird sein Spiel auf ein ganz anderes Level hieven müssen, um auf der roten Asche von Roland Garros auch nur in die Nähe des so ersehnten ersten Grand-Slam-Titels zu kommen.

          Von Beginn an ließ Alcaraz keinen Zweifel an seinen Ambitionen. Der Senkrechtstarter des Jahres war schnell auf den Beinen, er spielte kraftvoll und effizient und ließ Zverev ein ums andere Mal ins Leere laufen. Zverev wirkte konsterniert, stand viel zu weit hinter der Grundlinie und wurde vom schnellen Spiel des Spaniers schlichtweg überrumpelt. Nach dem Break zum 4:2 und 31 Minuten ging der erste Satz mit 6:3 an Alcaraz.

          Im zweiten Satz änderte sich das Bild nicht. Zverev reihte Fehler an Fehler, sein erster Aufschlag kam nicht, er war zu langsam, seine wenigen Netzangriffe waren zu schlecht vorbereitet, er stand selten richtig zum Ball. Breaks zum 2:1 und 4:1 entschieden das Match, Alcaraz führte Zverev regelrecht vor und verwandelte nach nur 62 Minuten seinen vierten Matchball – dank eines Doppelfehlers von Zverev.

          Tags zuvor hatte Alcaraz den Weltranglistenersten Novak Djokovic in einem Dreisatz-Match bezwungen und seine Landsleute in der ausverkauften Caja Magica in einen Freudentaumel versetzt. Als erster Spieler überhaupt warf er nacheinander Rafael Nadal und Djokovic auf roter Asche aus einem Turnier. „Er kann alles erreichen“, sagte Nadal, das findet Alcaraz auch: „Ich sehe keine Grenzen für mich. Ich fühle mich bereits für die Topspieler in jedem Turnier, in jedem Match, auf jedem Belag.“

          In diesem Jahr hat der 19-Jährige bereits acht Siege gegen Top-Ten-Spieler in seiner Bilanz, auf Sand ist Alcaraz mit seinen Turniersiegen in Barcelona und nun in Madrid seit zehn Matches ungeschlagen – eine mehr als beeindruckende Visitenkarte für die French Open (22. Mai bis 5. Juni).

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