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ATP-Turnier in Stuttgart : Tennisprofi Struff eindrucksvoll im Halbfinale

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Die Faust geballt: Tennisprofi Jan-Lennard Struff steht im Halbfinale von Stuttgart Bild: AFP

Mit dem Erreichen des Halbfinals in Stuttgart setzt Jan-Lennard Struff seine Erfolgsserie fort. Im Viertelfinale besiegt er den früheren Turniersieger verdient. Dustin Brown hingegen verliert dramatisch.

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          Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff hat seinen Erfolgslauf beim Tennis-Rasenturnier in Stuttgart eindrucksvoll fortgesetzt. Der 29-Jährige aus Warstein zog nach einem 6:4, 6:4 gegen 2017-Sieger Lucas Pouille aus Frankreich erstmals ins Halbfinale am Weissenhof ein. Dort trifft der French-Open-Achtelfinalist am Samstag auf den Italiener Matteo Berrettini.

          „Ich habe am Anfang viele Breakbälle nicht genutzt, das hat mich nervös gemacht. Danach habe ich aber einen Weg gefunden, deshalb bin ich jetzt happy“, sagte Struff am Sky-Mikrofon: „Das Halbfinale ist ein großer Erfolg für mich, aber jetzt werde ich alles geben, um auch ins Finale zu kommen.“

          Nach 1:09 Stunden verwandelte Struff seinen ersten Matchball. Damit feierte Struff, als 38. der Weltrangliste so gut wie noch nie platziert, seinen ersten Sieg im vierten Duell mit Pouille. Der 25-jährige Franzose, 2018 erst im Halbfinale gescheitert, und Struff hatten sich schon vor zwei Jahren im Stuttgart-Achtelfinale gegenübergestanden. Damals hatte Pouille nach drei Sätzen knapp das bessere Ende für sich gehabt.

          Struff gelang damit die Revanche auf dem gut gefüllten Center Court in Stuttgart. Der Lokalmatador servierte mit zwölf Assen gewohnt stark und zwang den Weltranglisten-26. mit aggressiven Schlägen oft zu Fehlern. In beiden Sätzen gelang Struff jeweils das Break zum 5:4. Struff, der ohne Satzverlust ins Halbfinale marschierte, darf sich damit auch berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen, da die besten fünf Spieler der Setzliste bereits ausgeschieden sind.

          Für den Qualifikanten Dustin Brown (Winsen/Aller) war im Viertelfinale nach einem Tiebreak-Drama hingegen Endstation. Der 34-Jährige musste sich in einem hochspannenden Duell der Generationen gegen den kanadischen Shootingstar Felix Auger-Aliassime (18) nach 2:28 Stunden knapp mit 6:7 (3:7), 7:6 (7:2), 6:7 (2:7) geschlagen geben.

          Brown, Nummer 170 der Welt, hatte im Achtelfinale den topgesetzten Alexander Zverev (Hamburg) ausgeschaltet. Gegen Auger-Aliassime, Weltranglisten-21., hielt Brown mit seinem Netzspiel und frenetisch angefeuert vom Publikum abermals sehr gut mit. Beim Stand von 2:2 im dritten Satz gelang Brown das erste Break im gesamten Match, wenig später hatte der Außenseiter bei 5:4 einen Matchball - doch Brown konnte diesen nicht nutzen. Stattdessen gab der 34-Jährige das Match im Tiebreak noch aus der Hand.

          Bereits zum Auftakt waren Philipp Kohlschreiber (Augsburg), Peter Gojowczyk (München) und der formschwache Mischa Zverev (Hamburg) gescheitert.

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