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Aufregung um Tennis-Star : Zverev wehrt sich gegen Schummel-Vorwürfe

  • Aktualisiert am

Will in London erfolgreich sein: Alexander Zverev bei den ATP-Finals Bild: dpa

Wie im vergangenen Jahr verliert Alexander Zverev bei den ATP Finals das zweite Gruppenspiel. 2018 holte er später den Titel. Doch eine bestimmte Aktion sorgt derzeit für Wirbel.

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          Alexander Zverev hat sich nach seinem zweiten Gruppenspiel bei den ATP-Finals in London gegen aufkommende Schummel-Vorwürfe zur Wehr gesetzt. Eine TV-Kamera hatte bei seiner 3:6, 2:6-Niederlage gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas am Mittwochabend eingefangen, wie der 22-Jährige während eines Seitenwechsels mehrere Sekunden mit seiner Hand in seiner Sporttasche herumgedrückt hatte.

          In den sozialen Netzwerken hatte sich daraufhin eine Diskussion entwickelt, ob Zverev möglicherweise ein Handy bedient habe. Mobiltelefone und Kommunikationsmittel jedweder Art sind während den Matches verboten, weil sie die Möglichkeit zu illegalem Coaching bieten. „Mein Handy war in der Umkleidekabine“, behauptete Zverev allerdings: „Ich weiß nicht genau, was sie da gesehen haben, aber mein Handy kann es nicht gewesen sein. Vielleicht eine Trinkflasche.“ Offizielle Konsequenzen hat Zverev aufgrund des Vorfalls keine zu erwarten. Die Spielervereinigung ATP teilte am Donnerstag mit, dass er „gegen keine Regel der ATP verstoßen“ habe.

          „Ich habe es in der Hand“

          Zverev hatte durch seine Niederlage gegen Tsitsipas den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale des Elite-Turniers der acht Saisonbesten verpasst. In seinem letzten Vorrundenspiel hat er am Freitag gegen den Russen Daniil Medwedew jedoch die Chance mit einem Sieg die K.o.-Runde zu erreichen. Gewinnt Tsitsipas im anderen Duell der Gruppe „Andre Agassi“ gegen Rafael Nadal, genügt ihm dazu sogar bereits ein Satzgewinn.

          Dem entscheidenden Gruppenspiel blickt Zverev derweil zuversichtlich entgegen. „Ich habe es in der Hand und ich freue mich drauf. Ich kann entscheiden, ob ich am Samstag noch hier bin oder nicht“, sagte der Vorjahressieger.

          Die Szenarien für das Vorrunden-Finale sind klar: Tsitsipas steht als erster Halbfinalteilnehmer der Gruppe „Andre Agassi“ fest. Gewinnt Zverev gegen Medwedew, zieht er unabhängig vom Ausgang des Duells zwischen Tsitsipas und dem Weltranglisten-Ersten Nadal ebenfalls in die Runde der besten Vier ein. Zudem ergibt sich nach Angaben der Herren-Organisation ATP sogar eine Option, bei der Zverev auch verlieren könnte. Sollte er Medwedew in drei Sätzen unterliegen und Tsitsipas gegen Nadal gewinnen (egal wie), wäre Zverev ebenfalls im Halbfinale.

          „Ich bin fast in der gleichen Situation wie letztes Jahr“, sagte Zverev. 2018 gewann er zum Auftakt gegen den Kroaten Marin Cilic, 2019 gegen Nadal. 2018 verlor er das zweite Gruppenspiel in zwei Sätzen gegen Djokovic. Im dritten setzte er sich gegen den Amerikaner John Isner durch, im Endspiel dann revanchierte er sich gegen Djokovic und gewann den bislang größten Titel seiner Karriere.

          „Ich habe die Chance, es am Freitag besser zu machen“, sagte Zverev nach der vierten Niederlage im fünften Vergleich mit Tsitsipas. „Ich habe heute nicht mein bestes Tennis gespielt. Das muss ich akzeptieren und weiterkämpfen“, betonte der 22 Jahre alte Hamburger und wollte sich auf Rechenspiele gar nicht erst einlassen.

          Auch das deutsche Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies verpasste die erste Chance auf den Halbfinal-Einzug. Die French-Open-Sieger unterlagen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut 5:7, 6:7 (3:7) und kämpfen nun am Freitag gegen die bislang sieglosen Kolumbianer Juan Sebastian Cabal/Robert Farah um das Weiterkommen.

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