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ATP-Finals : Zverev gelingt erster Sieg gegen Nadal

  • Aktualisiert am

Alexander Zverev bejubelt seinen Sieg gegen Rafael Nadal bei den ATP-Finals ins London Bild: Reuters

Zum Auftakt des Hallenturniers in London zeigt der Hamburger gegen die Nummer eins der Weltrangliste einen starken Auftritt. Nun geht es für Zverev gegen einen „nicht ernst zu nehmenden Griechen“.

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          Alexander Zverev hat zum Auftakt der ATP Finals erstmals in seiner Karriere gegen Rafael Nadal gewonnen. Der 22 Jahre alte Tennisprofi aus Hamburg setzte sich am Montag in London im ersten Gruppenspiel nach einer bemerkenswerten Vorstellung mit 6:2, 6:4 gegen den Weltranglisten-Ersten aus Spanien durch. Nach 1:23 Stunden verwandelte Zverev seinen ersten Matchball und ging nach dem sechsten Vergleich mit Nadal erstmals als Sieger vom Platz.

          Der 33 Jahre alte Linkshänder aus Mallorca war zuletzt beim Masters-Series-Turnier in Paris-Bercy zu seinem Halbfinale wegen einer Bauchmuskelverletzung nicht angetreten. Unter der Woche hatte er bereits angedeutet, dass er seinen Gesundheitszustand nicht genau einschätzen könne. Tatsächlich wirkte Nadal zumindest gehemmt.

          Wobei sein Kontrahent auf der anderen Seite des Netzes seinen Teil dazu beitrug. Zverev spielte vom ersten Ballwechsel an hochkonzentriert und zeigte eine bravouröse Leistung. Zum 3:2 gelang ihm im ersten Satz das Break. Zverev schlug stark auf, kam am Ende auf elf Asse und ließ nicht eine einzige Breakchance Nadals zu. Zudem returnierte er gut und brachte Nadal immer wieder mit präzisen Schlägen zur Verzweiflung. Zum 5:2 nahm Zverev abermals Nadal das Aufschlagspiel ab und ließ sich diese Chance nicht entgehen. Nach 34 Minuten entschied der Hamburger Durchgang eins für sich.

          Im zweiten Satz änderte sich das Bild nicht grundlegend. Gleich sein erstes Service nahm Zverev dem 12-maligen Roland-Garros-Sieger ab. Bei 5:3-Führung wechselte Zverev noch mal den Schläger, Nadal brachte mit Mühe sein Service durch. Dann aber schlug Zverev zum Matchgewinn auf – und zeigte keine Schwächen und keine Nerven.

          „Nicht ernst zu nehmender“ Grieche schlägt „langweiligen“ Russen

          Für Nadal könnte sich damit der London-Fluch auch 2019 fortsetzen. Die ATP-Finals sind das einzige große Turnier, das er noch nicht gewonnen hat. Sechsmal schon fehlte er verletzt. 2017 zog er nach einer Auftaktniederlage gegen den Belgier David Goffin zurück.

          Damit trifft Zverev am Mittwoch auf den Griechen Stefanos Tsitsipas.Griechenlands Jungstar überraschte zuvor mit einem Erfolg gegen den Russen Daniil Medwedew. Der 21-Jährige schlug seinen zwei Jahre älteren Kontrahenten, mit dem ihn eine besondere Rivalität verbindet, 7:6 (7:5), 6:4. Im sechsten Duell mit Tsitsipas war es für Medwedew die erste Niederlage.

          Der „Wilde“: Stefanos Tsitsipas

          Der Russe hatte sich in den vergangenen Monaten in herausragender Form präsentiert und sechs Finalteilnahmen auf der ATP-Tour in Serie verbucht. Tsitsipas hatte den Weltranglisten-Vierten dennoch für sein vermeintlich „langweiliges“ Spiel kritisiert, woraufhin dieser erklärte, er könne Tsitsipas „nicht mehr ernst nehmen“. Medwedew und Tsitsipas sind beide zum ersten Mal beim Turnier der besten acht Spieler der Saison dabei.

          Auch gegen Tsitsipas hat Zverev mit 1:3 eine negative Bilanz, Anfang Oktober im Halbfinale von Peking aber nur knapp verloren. Nadal bekommt es am Mittwoch mit Medwedew zu tun.

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