https://www.faz.net/-gtl-a3pmc

NBA-Star LeBron James : „Ich bin am Boden zerstört, traurig und wütend!“

  • Aktualisiert am

LeBron James gilt als berühmtes Sprachrohr der Proteste von amerikanischen Sportlern. Bild: dpa

Im Fall Breonna Taylor gibt es keine Mordanklagen gegen die beteiligten Polizisten. Die Empörung in den Vereinigten Staaten ist groß – auch bei LeBron James. Der Basketball-Star reagiert mit emotionalen Worten.

          1 Min.

          Basketball-Superstar LeBron James war nach den ausgebliebenen Mordanklagen gegen drei Polizisten im Fall Breonna Taylor sprachlos. „Mir fehlen heute die Worte! Ich bin am Boden zerstört, traurig und wütend! Wir wollen Gerechtigkeit für Breonna, doch Gerechtigkeit gab es für die Wände der Wohnung ihrer Nachbarn und nicht für ihr wunderschönes Leben“, schrieb James auf Twitter. „War ich überrascht über das Urteil?“, fragte der 35-Jährige von den Los Angeles Lakers weiter: „Absolut nicht, aber verdammt, ich war und bin immer noch verletzt und niedergeschlagen.“

          Taylor war im März im Alter von 26 Jahren in ihrer eigenen Wohnung in Louisville von Polizisten während einer Hausdurchsuchung mitten in der Nacht erschossen worden. Von den drei involvierten Beamten wurde einer wegen „mutwilliger Gefährdung“ durch Schüsse in benachbarte Wohnungen in drei Fällen angeklagt. Keiner der Polizisten wurde direkt in Bezug auf die Schüsse, die zu Taylors Tod führten, zur Rechenschaft gezogen. Das sorgte nicht nur bei James für Empörung.

          „Ich schicke meine Liebe zu Breonnas Mutter, ihrer Familie und Freunden. I“m sorry! I“m sorry! I“m sorry!!“, schrieb James, der sich wie viele Profis in der NBA tatkräftig in der „Black Lives Matter“-Bewegung gegen Rassismus und für Reformen im Polizeiwesen in den Vereinigten Staaten einsetzt. Auch Danny Green, Teamkollege von James, war schockiert: „Was heute passiert ist, war nicht genug. Ich bin sicher, die meisten Menschen im Land haben das Gleiche gefühlt.“

          Bei Protesten in Louisville gegen die umstrittene Justizentscheidung wurden derweil zwei Beamte angeschossen. Beide würden sich voraussichtlich erholen, sagte der Interims-Polizeichef von Louisville im amerikanischen Bundesstaat Kentucky, Robert Schroeder, am Mittwochabend. Einer der beiden Polizisten werde operiert. Die Beamten seien in Louisville ausgerückt, um Berichten über Schüsse auf einer Straßenkreuzung nachzugehen, als das Feuer auf sie eröffnet worden sei. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden. Ob die Person an den Demonstrationen teilgenommen hatte, teilte Schroeder nicht mit.

          Weitere Themen

          Zündstoff bei den Frankfurt Skyliners

          Feuerwerk bleibt aus : Zündstoff bei den Frankfurt Skyliners

          Die Frankfurter Basketballprofis stehen nach der ersten Pokalrunde vor einem Rätsel. Jetzt steht für die Skyliners das Duell mit dem hessischen Konkurrenten Gießen 46ers an. Was muss sich ändern?

          LeBron James und der Flirt mit der großen Politik

          Basketball-Star : LeBron James und der Flirt mit der großen Politik

          LeBron James ist derzeit Amerikas erfolgreichster Basketballspieler. Doch längst mischt er auch in der Politik mit. Das Engagement von James, der ein Privatvermögen von knapp einer Milliarde Dollar hat, nötigt sogar Gegnern Respekt ab.

          Topmeldungen

          Dies ist eine Hacker-Tastatur: Ein chinesischer Hacker unter dem Pseudonym „Prince“ ließ die Nachrichtenagentur AFP seine Finger fotografieren.

          Cyberabwehr : Die „gefährlichste Schadsoftware der Welt“ geht weiter um

          Jeden Tag entstehen mehr als 300.000 neue Schadprogramme: Die IT-Sicherheitslage in Deutschland ist „angespannt“, warnt Deutschlands technische Cyber-Abwehrbehörde. Noch immer dominiert eine Gefahr, die man eigentlich schon seit Jahren kennt.
          Feierstimmung beim zweitägigen Rye-Festival in Peking

          Keine zweite Welle in China : Es darf wieder gefeiert werden

          In China ist die zweite Welle der Pandemie ausgeblieben. Die Clubs sind voll. Und es sieht danach aus, als wenn das auch so bleiben würde. Vielen Chinesen gibt das neues Selbstbewusstsein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.