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Tennisturnier in Stuttgart : Kerber scheidet gleich zum Auftakt aus

  • Aktualisiert am

Gegen Kristina Mladenovic (vorne) lief bei Deutschlands Nummer eins von Anfang an nichts zusammen. Bild: EPA

Bei ihrem Lieblingsturnier zeigt Angelique Kerber eine ganz schwache Leistung. Nach einem Freilos zum Auftakt scheitert die Nummer zwei der Welt schon im Achtelfinale. Für Maria Scharapowa sowie eine andere Deutsche läuft es deutlich besser.

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          Angelique Kerber hat ihre sportliche Talfahrt auch bei ihrem Lieblingsturnier fortgesetzt. Nach einem Freilos in der ersten Runde verlor die Titelverteidigerin beim Porsche Tennis Grand Prix am Donnerstagabend ihr Achtelfinale gegen die Französin Kristina Mladenovic mit 2:6, 5:7 und schied damit sang- und klanglos aus. Die Weltranglisten-Zweite zeigte eine insgesamt enttäuschende Vorstellung und wirkte völlig verkrampft. Nach gerade einmal 1:36 Stunden war die Partie beendet. Kerber hatte das wichtigste Damen-Turnier in Deutschland in den vergangenen beiden Jahren gewonnen.

          „Das war eines der schlechtesten Matches in den letzten Monaten“, sagte Kerber. „Ich habe einfach keinen Rhythmus gefunden, viele Fehler gemacht und mich schlecht bewegt.“ Gegen Mladenovic lief bei Deutschlands Nummer eins von Anfang an nichts zusammen. Nur im ersten Aufschlagspiel konnte sie im ersten Satz mithalten, die Französin brachte ihr Service nach rund zehn Minuten aber doch durch, weil Kerber ihre Breakchancen nicht nutzen konnte. Kerber gab dagegen prompt ihr Service ab und lief fortan immer einem Rückstand hinterher. Nach 40 Minuten holte sich Mladenovic den ersten Satz.

          Auch im zweiten Durchgang geriet Kerber sofort wieder mit 0:3 in Rückstand. Doch dann begann die Kielerin endlich zu kämpfen. Zum 2:3 nahm sie ihrer Gegnerin zum ersten Mal das Service ab, feuerte sich nun auch selbst auf dem Platz an, nachdem sie zuvor ungewohnt lethargisch gewirkt hatte. Doch Mladenovic ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Mit ihrem druckvollen Spiel brachte sie Kerber immer wieder in Bedrängnis. Mit dem ersten Matchball machte die Französin die Überraschung und ihren ersten Sieg gegen Kerber perfekt.

          Scharapowa und Siegemund weiter

          Anders als Kerber gab sich Maria Scharapowa auch bei ihrem zweiten Auftritt keine Blöße. Zweites Spiel, zweiter Sieg: Die Russin trumpft nach ihrer 15 Monate langen Dopingsperre auf, als wäre sie nie weg gewesen. Durch ein klares 7:5, 6:1 gegen ihre Landsfrau Jekaterina Makarowa schaffte sie den Sprung ins Viertelfinale.

          „Ich war heute deutlich ruhiger als beim ersten Spiel, die Emotionen haben sich ein bisschen gelegt“, sagte Scharapowa. Die frühere Nummer eins der Welt hatte vom Veranstalter eine Wildcard für das Sandplatz-Event bekommen, weil sie nach ihrer langen Zwangspause nicht mehr in der Weltrangliste auftaucht. Bei ihrem Comeback gegen die Italienerin Roberta Vinci sei sie daher durchaus nervös gewesen, hatte Scharapowa am Mittwoch eingeräumt.

          Maria Scharapowa freut sich über ihren Sieg gegen Ekaterina Makarowa.

          Gegen Makarowa trat sie deutlich souveräner auf und hatte nur im ersten Satz ein paar Probleme. Im zweiten Durchgang dominierte die 30-Jährige dagegen nach Belieben und verwandelte nach 79 Minuten ihren ersten Matchball mit einem Ass. „Ich denke, es war eine solide Vorstellung“, sagte Scharapowa. Sie trifft nun auf Anett Kontaveit aus Estland.

          Zuvor hatte bereits Laura Siegemund ihre Achtelfinal-Hürde erfolgreich gemeistert. Die Vorjahresfinalistin bezwang Swetlana Kusnezowa aus Russland mit 6:4, 6:3. Siegemund, ebenfalls nur dank einer Wildcard im Hauptfeld, verwandelte nach 2:03 Stunden ihren dritten Matchball. Sie ist damit die letzte Deutsche im Turnier. „Irgendwie scheint der Platz mir zu liegen. Für eine gute Leistung ist es sehr wichtig, sich wohl zu fühlen“, sagte Siegmund nach ihrer überzeugenden Leistung.

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