https://www.faz.net/-gtl-9u59u

Box-Sensation Andy Ruiz jr. : Das dicke Kind mit dem großen Traum

  • -Aktualisiert am

Nur im Ring wird er zu „Mr. Hulk“: Andy Ruiz jr. Bild: dpa

Eigentlich sollte es zum „Mega-Kampf“ von Anthony Joshua und Deontay Wilder kommen. Doch ein „kleiner, rundlicher Underdog“ brachte alles durcheinander. Nun steht die pikante Revanche in Saudi-Arabien an.

          3 Min.

          Ein Modellathlet wird er in diesem Leben wohl nicht mehr, dennoch sieht Andy Ruiz Jr. relativ gut aus. Die 122 Kilogramm, die er zuletzt in den Ring trug, waren bereits zum September etwas abgeschmolzen, als der neue Dreifach-Champion im Schwergewicht (Version WBA, IBF und WBO) den globalen PR-Wirbel für den 35. Kampf seiner denkwürdigen Laufbahn anwarf. Inzwischen ist abzusehen, dass er an diesem Samstag (ca. 21.15 Uhr MEZ bei DAZN) im saudi-arabischen Diriyah etwa vier, fünf Kilo weniger wiegen wird. Die bescheidene Korrektur ist für den 1,88 Meter großen Titelträger gut genug, wie er zu verstehen gab: „Ich fühle mich jetzt noch stärker und beweglicher als beim ersten Kampf.“

          Die Botschaft dahinter ist klar: Der unwahrscheinlichste Titelhalter des 21. Jahrhunderts will nicht freiwillig abtreten. Er weiß genau, mit welchen Vorgängern man ihn vergleicht, seit er am 1. Juni den britischen Titelverteidiger Anthony Joshua vom Thron stürzen konnte. Es sind Zwischenlösungen wie James „Buster“ Douglas, der 1990 Mike Tyson ausgeknockt hat; Oliver McCall (1994) und Hasim Rahman (2001), die beide mal Lennox Lewis auf dem falschen Fuß erwischten, bevor der sich nachdrücklich revanchierte. Drei Namen, die noch auf der Liste aller Titelträger, aber nicht mehr im Gedächtnis der Boxfans sind.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+