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Andrea Petkovic : Der Schrecken der Etablierten

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Power-Frau mit Glück: „Die Regenpause war meine Rettung” Bild: AFP

Erst Caroline Wozniacki, dann Jelena Jankovic und nun Maria Scharapowa? Bei ihrem Siegeszug in Miami hat Andrea Petkovic die Großen des Damen-Tennis reihenweise bezwungen. Auch nach dem Halbfinale will sie wieder den „Petko-Dance“ zeigen.

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          Andrea Petkovic ist in Miami zum Schrecken der Tennis-Stars geworden. Nur 24 Stunden nach ihrem Achtelfinal-Coup über die Nummer 1 Caroline Wozniacki düpierte die Darmstädterin im Viertelfinale die ehemalige Weltranglistenerste Jelena Jankovic aus Serbien mit 2:6, 6:2, 6:4. „Ich habe immer an mich geglaubt, dass ich auch die Top-Champions schlagen kann. Dass es jetzt an zwei Tagen nacheinander passiert, ist wichtig, denn einen guten Tag kann man immer mal haben“, bilanzierte Petkovic stolz nach ihrem Kraftakt.

          Der Schlüssel zum Sieg war für die Fed-Cup-Spielerin eine rund eineinhalbstündige Regenpause, nach der sie beim Stand von 2:5 im ersten Satz mit neuem Mut und voller Trotz aus der Kabine kam. „Die Regenpause war meine Rettung“, sagte die Power-Frau, die schon in der nächsten Woche zu den Top 20 der Weltrangliste zählen wird.

          Petkovic muss sich vor Scharapowa nicht fürchten

          Im Halbfinale am Donnerstag wartet auf die Einser-Abiturientin mit der Russin Maria Scharapowa, die nach 3:28 Stunden die Rumänin Alexandra Dulgheru mit 3:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:5) niederrang, eine weitere einstige Tennis-Queen. Doch in ihrer derzeitigen Form muss Petkovic vor der früheren Wimbledon-Siegerin nicht bange sein. Im Achtelfinale der Australien Open hatte Petkovic die Russin souverän mit 6:2, 6:3 besiegt. Angst, sich bei den Drei-Satz-Siegen gegen Wozniacki und Jankovic (Gesamtspieldauer 5:07 Stunden) zu sehr verausgabt zu haben, hat Petkovic nicht: „Ich werde in ein Steakhaus gehen, acht Steaks essen und dann bin ich wieder fit.“

          Noch nicht die letzte Gelegenheit zum Tanz: Petkovic nach dem Sieg gegen Jankovic

          Gegen Jankovic hatte sie schon zweimal ihren Aufschlag abgegeben, als das Match unterbrochen wurde und Petkovic wütend in die Katakomben stapfte. „Ich war immer einen Schritt zu langsam, habe mich nicht gut bewegt und war richtig frustriert“, sagte die 23-Jährige der Nachrichtenagentur dpa. In der Kabine habe sie sich dann beruhigt.

          „Brillantes Spiel an einem feuchten Tag“

          Anschließend dominierte sie, gewann den zweiten Satz klar. Im dritten Durchgang wurde es für Petkovic erneut kritisch, als sie ihr Service verlor und mit 2:4 hinten lag. „Das Break war ganz gut, danach habe ich mir gesagt, 'Petkovic, wach auf, sonst ist das Match weg'.“ Und das tat sie, beendete die Partie mit einem platzierten Rückhandschlag auf die Linie und fand trotz der Anstrengung über 2:42 Stunden noch die Kraft für ihren „Petko-Dance“.

          Mit ihrer offenen Art und ihrem unbändigen Kampfgeist ist die Deutsche zum Liebling der Massen in Miami avanciert. Auch die Medien sind längst auf sie aufmerksam geworden. „Brillantes Spiel an einem feuchten Tag“, schrieb die Zeitung „Miami Herald“ (Mittwoch).

          Während Petkovic weiter vom zweiten Turniersieg ihrer Karriere träumen darf, ist das Masters in Miami für Florian Mayer beendet. Der Bayreuther unterlag dem Tschechen Tomas Berdych nach hartem Kampf über 2:25 Stunden mit 3:6, 6:2, 6:7 (4:7) und schied damit als letzter Deutscher in der Herren-Konkurrenz aus.

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