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Andrea Petkovic/Angelique Kerber : „Es war ein Weckruf in Deutschland“

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Man sagt Ihnen ein goldenes Händchen“ nach, das sie oft gerettet hat. Jetzt aber könnten sie es einsetzen, obwohl sie nicht in großer Not seien, was einen großen Unterschied ausmache...

Kerber: Natürlich war meine Fitness immer das Schlimmste, und ich habe aus schwierigen Situationen häufig immer noch das Beste gemacht, weil Antizipieren immer meine Stärke war. Ich habe gemerkt, dass es so bis zu irgendeinem Punkt reicht, aber nicht darüber hinaus. Es ging bis zu den Top 50, aber um noch einmal einen Schritt zu machen, musste ich etwas ändern.

Andrea Petkovic hält den Sieg im Fed Cup für möglich

Brauchten Sie zehn Erstrundenniederlagen, damit es klick machte?

Kerber: Nach Wimbledon habe ich mit Andrea gesprochen...

Petkovic: ...na ja, wir haben zusammen geheult...

Kerber: ...in Wimbledon, das war mein schlimmstes Spiel in diesem Jahr, da habe ich 4:6 im dritten Satz gegen ein Wildcard-Spielerin verloren, und ich war so schlecht, das ging gar nicht. Ich habe dann Andrea gefragt, wie es in Offenbach so ist, und bin nach Hause gefahren und habe drei, vier Tage gebraucht, um über alles nachzudenken und zu entscheiden, ob ich das wirklich noch mal machen möchte. Dann haben wir alle Turniere abgesagt, ich habe mich auf New York vorbereitet und hätte natürlich nie gedacht, dass ich gleich ins Halbfinale komme. Ich stand auf Position 100, und mein Ziel war es, in Australien im Hauptfeld zu sein...

Petkovic: Und jetzt bist du gesetzt!

Kerber: ...und dann habe ich beim Vorbereitungsturnier in Dallas schon gemerkt, dass ich mich trotz 40 Grad Hitze nach jedem Spiel total okay gefühlt habe. Ich bin bis ins Halbfinale gekommen und dann mit viel Selbstbewusstsein zu den US Open geflogen. Und als ich da die erste Runde gewonnen habe, da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, ich war richtig frei. Der Platz im Hauptfeld von Melbourne war damit sicher, und ich wollte nur alles noch mitnehmen und genießen. Erst im Viertelfinale habe ich gedacht, huch, du kannst es ja auch ins Halbfinale schaffen, und so war das Spiel dann auch, ein totales Auf und Ab. Im Halbfinale wollte ich natürlich auch gewinnen...

Petkovic: Da hast du unglaublich gespielt im zweiten Satz.

Kerber: ...aber der Knackpunkt war die erste Runde. Das war ein Gefühl totaler Freiheit, endlich mal nicht erste Runde beim Grand Slam verloren.

Andrea, war ihr Knackpunkt des Jahres die Australian Open - erstmals im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers?

Petkovic: Ich glaube, so einen Knackpunkt, an dem man was festmachen kann, hatte ich nicht. Ich bin nach der Vorbereitung nach Australien gekommen und habe dort alle Trainingsspiele verloren. Dann bin ich in mein erstes Match in Brisbane gegangen und habe nach drei Spielen gemerkt, du bist einfach besser als die. Im Finale habe ich zwar gegen Kvitova (die Weltranglistenzweite/die Red.) verloren, die unglaublich gespielt hat, aber ich habe soviel Vertrauen in mich gewonnen, wie ich es vorher nicht kannte. Ich war fast immer auf dem gleichen Level, das haben meine Ergebnisse ja dann auch gezeigt, das war sehr konstant. Bei mir hat sich vor allem der Glaube an die eigene Stärke im Vergleich zum Vorjahr geändert.

Angelique, sie sprachen vorhin von Erwartungen der Öffentlichkeit, der Presse. Sind die eigenen Erwartungen nicht immer die höchsten?

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