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American Football : Nike und Patriots trennen sich von Brown

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Antonio Brown: „Just got fired on Friday“ Bild: dpa

Streik, provozierte Entlassung, Gewaltandrohung: Football-Spieler Antonio Brown hat sich den Beinamen „Skandalprofi“ hart erarbeitet. Vergewaltigungsvorwürfe sind nun eine neue Dimension.

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          Die New England Patriots haben sich nach nicht einmal zwei Wochen von Antonio Brown getrennt. Das gab der Super-Bowl-Champion der National Football-League (NFL) am Freitag bekannt. Der 31 Jahre alte Wide Receiver Brown war zuletzt häufig in die Schlagzeilen geraten, unter anderem wegen Vergewaltigungsvorwürfen.

          „Wir bedanken uns bei Antonio für die vergangenen elf Tage, aber wir denken, dass es das Beste ist, jetzt wieder getrennte Wege zu gehen“, wird ein Vereinssprecher zitiert. „Danke für die Möglichkeit, Patriots“, twitterte Brown. Sein Berater Drew Rosenhaus teilte unterdessen mit, Brown sei entschlossen, ein neues Team zu finden. „Antonio ist gesund und sucht nach der nächsten Gelegenheit. Er will das Spiel spielen, das er liebt und hofft, bald für ein anderes Team tätig zu sein.“

          Das neuerliche Aus für Brown ist der vorläufige Tiefpunkt einer wochenlangen Posse. Erst Anfang des Monats hatten sich die Oakland Raiders nach einem bizarren Streit vom Neuzugang getrennt. „Ich bin frei!“, schrie Brown in einem Youtube-Video, das den Moment zeigen soll, in dem er von seiner Trennung von den Raiders erfuhr.

          Es folgte der Wechsel zu Meister New England, dann wurden Vergewaltigungsvorwürfe bekannt. Browns frühere Fitnesstrainerin Britney Taylor beschuldigt den NFL-Profi, sich dreimal sexuell an ihr vergangen zu haben, die Sportlehrerin hat im amerikanischen Bundesstaat Florida Klage eingereicht.

          Brown hatte sich am Donnerstag erstmals im Gespräch mit Journalisten geäußert, ging Fragen nach der Klage aber aus dem Weg. Er fokussiere sich voll auf den Sport. Sämtliche Anschuldigungen hat er durch seine Anwälte zurückgewiesen. Ein Vergleichsangebot in Höhe von zwei Millionen Dollar soll er abgelehnt haben.

          Am Freitag hatte zunächst Sportartikelhersteller Nike bekannt gegeben, dass die Zusammenarbeit mit Brown beendet sei. Stunden später erfolgte das Aus bei den Patriots. Brown hat nur ein Spiel für New England gemacht, beim 43:0-Sieg bei den Miami Dolphins fing er einen 20-Yard-Touchdown-Pass von Star-Quarterback Tom Brady – mit vier gefangenen Pässen für 56 Yards Raumgewinn war Brown der erfolgreichste Receiver der Gäste.

          Sportlich ist menschlich offenbar schwierige Profi für jedes Team eine Verstärkung: In sechs Spielzeiten für die Pittsburgh Steelers fing er in den Hauptrundenspielen 686 Pässe für 9145 Yards - auf solche Zahlen war in so einer Zeitspanne noch niemand in der NFL gekommen.

          Bei den Raiders hatte er allerdings so lange Theater veranstaltet, bis er entlassen wurde. Erst konnte Brown wegen Erfrierungen nach einer Kältebehandlung nicht trainieren, weil er keinen Schutz an seinen Füßen getragen hatte. Außerdem streikte er, weil sein Helmmodell verboten wurde. Danach soll er wegen der Geldstrafe auch noch General Manager Mike Mayock Gewalt angedroht haben.

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