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NFL for Dummies : Fünf Sätze, um den Super Bowl zu überstehen

  • -Aktualisiert am

Gewinnertyp: Patriots-Quarterback Tom Brady (rechts) nach dem Halbfinal-Sieg. Bild: USA TODAY Sports

Zu einer Super-Bowl-Party eingeladen, aber keinen blassen Schimmer, worum es im Football überhaupt geht? Hier kommen fünf Thesen für den Smalltalk zwischen Chicken Wings und Halftime-Show.

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          Einmal im Jahr interessiert sich auch Deutschland so richtig für American Football. Wenn in der Nacht von Sonntag auf Montag die New England Patriots und die Philadelphia Eagles zum 52. Super Bowl, dem großen Finale der National Football League (NFL) antreten (0.30 Uhr MEZ bei ProSieben und DAZN), ist dies das größte einzelne Sport-Ereignis des Jahres. Es braucht auch gar nicht viel, um das Spiel mit dem Leder-Ei zu verstehen. Hier kommen fünf Sätze, mit denen man fast wie ein Fachmann klingen kann.

          Football ist auch nicht mehr der harte Männer-Sport, der er mal war.

          „Ganz schön brutal!“, sagen die Fußballer. „Warum tragen die eigentlich Helme?“, fragen die Rugby-Spieler. Keine Frage, wenn Football-Spieler aufeinanderprallen, können Gelenke, Bänder und sonstige Körperteile darunter leiden. Doch in den vergangenen Jahren hat die NFL mehr versucht, um die Spieler zu schützen: Die Helme halten mehr ab und bestimmte, harte Formen von Tackles sind verboten. Der amerikanische Präsident Donald Trump meint deshalb, dass Football kein Männer-Sport mehr sei, sondern nach und nach verweichlicht.

          Besondere Sorgen macht sich die Liga um die Köpfe der Spieler. Wer heutzutage nach einem Schlag auf den Kopf liegen bleibt, muss eine medizinische Untersuchung durchlaufen – das „Concussion Protocol“. Gibt es dann Zeichen für eine Gehirnerschütterung, darf der Spieler nicht zurück aufs Feld. Ein Nebeneffekt dieser Reform ist, dass es nun Statistiken darüber gibt, wie viele Kopfverletzungen es tatsächlich gibt. So viele wie in dieser Saison wurden noch nie gezählt: 281 Mal haben Spieler eine Gehirnerschütterung davongetragen, 56 Mal davon im Training. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die wahre Zahl noch höher liegt, schließlich will kein Trainer seine Spieler auf der Verletztenliste stehen sehen.

          Verletzungen gehören in der NFL leider immer noch zum Alltag.

          Dass es noch Schlupflöcher gibt, zeigt auch eine Szene aus den Playoffs: Cam Newton, einer der schillerndsten Spielmacher der Liga, ging nach einem harten Tackle zu Boden und sichtlich benommen vom Feld – eigentlich ein klarer Fall für eine genaue Untersuchung. Trotzdem stand Newton wenig später wieder auf dem Platz. Die NFL bleibt also eine harte Liga. So hart wie noch vor einigen Jahren ist sie aber nicht mehr. Zum Glück.

          Die New England Patriots sind der FC Bayern der NFL.

          Eigentlich kann es im amerikanischen Sportsystem keine Dominanz geben, wie sie die New England Patriots seit mehr als einem Jahrzehnt ausüben. Fünf Super-Bowl-Siege aus sieben Finals seit 2002 sind einsame Spitze. Und äußerst ungewöhnlich. Denn eigentlich schafft die Organisation der NFL immer wieder Ausgleich zwischen starken und schwachen Teams. Durch ein kompliziertes Auswahl-System können die Mannschaften vom Tabellenende für das nächste Jahr die besten Talente verpflichten. Außerdem müssen die Besitzer der Mannschaften mit Gehaltsobergrenzen wirtschaften. Das heißt, sie können nicht einfach unendlich viel Geld in ihre Kader pumpen. Absurde Transfersummen wie im europäischen Fußball gibt es daher nicht. Geld allein wirft keine Touchdowns.

          Die Patriots haben es trotzdem geschafft. Weil die besten Trainer (darunter Bill Belichick) und der beste Quarterback (Tom Brady) in ihren Reihen stehen. Und weil sie immer wieder die richtigen Spieler verpflichtet haben, an die niemand sonst glaubte. Und weil sie diese Spieler und ihr System ständig weiterentwickeln.

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