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Wellenreiten in Corona-Krise : Allein mit dem Meer

  • -Aktualisiert am

Der Februar ist so fern: Derzeit kann Sebastian Steudtner zumindest die ganz großen Wellen vor Nazaré nicht reiten. Bild: AP

Das Meer liegt vor der Tür und ist doch so weit weg: Das Surfen schwankt zwischen Egoismus und Solidarität. Corona wird die Szene verändern, schon jetzt spaltet das Virus.

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          Corona-Fieber: Im Norden von Costa Rica jagen bewaffnete Polizisten Surfer am Strand, geben Warnschüsse ab, stecken sie ins Gefängnis. In Hossegor an der französischen Atlantikküste landet ein Polizeihubschrauber am Strand, Polizisten mit Maschinenpistolen verfolgen flüchtende Surfer über Dünen. In Spanien patrouillieren Speedboote der Polizei vor den gesperrten Küsten, und wehe, sie finden einen Wellenreiter. Surfer als Staatsfeinde Nummer eins?

          „Surfen ist eine olympische Disziplin mittlerweile“, sagt Carlo Drechsel, der sein Leben den Wellen verschrieben hat, „offenbar ist das in manchen Ländern noch nicht angekommen, da werden Surfer immer noch behandelt wie in den siebziger Jahren in Kalifornien. Dass man sie mit Hubschraubern und Waffengewalt jagt, ist absurd. Wir reden hier von einem Sport, der in der Natur ausgeübt wird, weg von der Stadt, einem Sport, von dem offensichtlich nur ein sehr geringes Infektionsrisiko ausgeht.“

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