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Holpriger Auftaktsieg : Zverev nimmt Anlauf auf das Double in Köln

  • Aktualisiert am

Mit etwas Mühe weiter: Alexander Zverev bezwingt John Millman. Bild: dpa

Nach dem Turniersieg in der Vorwoche nimmt Alexander Zverev auch beim zweiten ATP-Event in Köln den Titel ins Visier. Gegen den Australier John Millman startet er furios – und muss zwischendurch doch zittern.

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          Alexander Zverev behält trotz eines holprigen Starts ins zweite Turnier das Double in der Domstadt im Blick. Drei Tage nach seinem Triumph beim Premierenevent in der Kölner Lanxess-Arena gewann Deutschlands bester Tennisprofi sein Achtelfinale gegen den Australier John Millman 6:0, 3:6, 6:3. Ein leichtsinniges Aufschlagspiel zu Beginn des zweiten Satzes ließ den Außenseiter zurück ins Spiel kommen.

          Nach 1:55 Stunden gelang Zverev dennoch der letzte Punkt der Partie, sein Bruder Mischa hatte in der vergangenen Woche in Runde eins weniger Mühe mit Millman gehabt. „Er ist einfach besser als ich“, scherzte Zverev, der sich aber auch ärgerte, das Match nicht leichter gewonnen zu haben: „Im ersten Satz lief es richtig rund, dann habe ich den Fokus verloren.“

          Die drei Doppelfehler, die Zverev zum Umweg über den dritten Durchgang zwangen (insgesamt waren es zehn), wird er schnell vergessen, am Freitag wartet das Viertelfinale gegen den Franzosen Adrian Mannarino, und auch im Doppel ist er gemeinsam mit dem zehn Jahre älteren Mischa noch im Rennen.

          Zverevs größte Waffe ist der Aufschlag.
          Zverevs größte Waffe ist der Aufschlag. : Bild: AP

          Ein Highlight im Doppel

          Für die Zverevs steht eine reizvolle Partie auf dem Programm: Sie treffen am Donnerstag auf die French-Open-Sieger Kevin Krawietz und Andreas Mies (Coburg/Köln), die von der Aufgabe der Spanier Alejandro Davidovich Fokina und Fernando Verdasco profitierten. Für das beste deutsche Doppel ist es der erste Auftritt seit ihrer sensationellen Titelverteidigung in Paris.

          Zverev hatte die Tage zwischen dem souveränen Finalsieg gegen Felix Auger-Aliassime und seinem nächsten Einzelauftritt in der ATP-Blase verbracht, fuhr aus dem Hotel zur Halle und wieder zurück. Für Ablenkung war trotzdem gesorgt: Bei einem Showtraining traf Zverev den gebürtigen Kölner Leon Draisaitl, mit dem besten Eishockeyspieler der Welt vertrieb sich der 23-Jährige die Langeweile. Gegen Millman machte er es selbst spannend.

          Struff ohne Mühe

          Zverevs Davis-Cup-Kollege Jan-Lennard Struff und Lucky Loser Oscar Otte wollen ihm in der Runde der besten Acht Gesellschaft leisten, dazu müssen sie sich am Donnerstag durchsetzen. Struff trifft nach seinem Auftaktsieg über den Italiener Marco Cecchinato (6:3, 6:1) auf Yoshihito Nishioka (Japan), der gebürtige Kölner Otte bekommt es mit dem an Position zwei gesetzten Argentinier Schwartzman zu tun.

          „Ich wollte das Match unbedingt gewinnen, auch wenn keine Fans da sind, wir spielen hier ja schließlich in Deutschland“, sagte Struff: „Ich hoffe, dass wir irgendwann wieder vor einem vollen Stadion spielen können. Im Moment ist der Wechsel zwischen gar keinen Zuschauern und nur wenigen Zuschauern gar nicht leicht.“

          Zu Beginn der ersten Turnierwoche waren noch bis zu 800 Tennisfans in die Lanxess-Arena gekommen, dann griff das Kölner Gesundheitsamt ein. Die riesige Halle, in der sonst die Kölner Haie vor bis zu 18.000 Zuschauern Eishockey spielen, ist nun fast menschenleer und wird das auch bis einschließlich des Finalwochenendes bleiben.

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