https://www.faz.net/-gtl-9v92f

Ausraster beim Tennis : Rüpel zum Fremdschämen

  • -Aktualisiert am

Stefanos Tsitsipas benimmt sich daneben – auch seinem Vater gegenüber. Bild: EPA

Bei Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas ist der Respekt vor ihren Vätern offenkundig nicht besonders ausgeprägt. Ihr Verhalten auf dem Tennisplatz lässt darauf schließen. Und Tsitsipas findet das sogar noch lustig.

          1 Min.

          Mit den Respekt vor den Eltern ist das so eine Sache, vor allem in der Pubertät klappt das nicht immer durchgehend. Später gibt sich das Ganze in der Regel dann wieder – es sei denn, der Sprössling ist Tennisprofi geworden. Dann verbinden sich beim Umbau des Gehirns während der Pubertät so manche Synapsen offenbar nicht mehr. Möglicherweise ist aber auch irgendetwas bei der Erziehung grundlegend schief gelaufen.

          Bei Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas zumindest ist der Respekt vor den Vätern offenkundig nicht besonders ausgeprägt. Zverev, derzeit verzweifelt über seine Form- und Nervenschwäche, zertrümmerte zuletzt in einer Pause seines Spiels gegen Tsitsipas wutentbrannt seinen Schläger, beschimpfte danach seinen Vater und Trainer auf russisch. Boris Becker stand hilflos daneben, Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann ging vorsichtshalber in Deckung.

          Das hätte Apostolos Tsitsipas am Tag danach auch besser getan, als sich sein Sohn Stefanos noch heftiger daneben benahm und nicht nur den Schläger zertrümmerte, sondern dabei auch noch den Vater am Arm traf. Das aber ignorierte er einfach und ließ sich auch später nicht zu einer Entschuldigung herab. „Vielleicht bekomme ich jetzt drei Tage Hausarrest“, witzelte er in der Pressekonferenz. Vorerst nur zum Fremdschämen, aber vielleicht kommt der Rüpel selbst auch noch darauf.

          Peter Penders

          Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Hoffnung für Millionen: Didier Raoult in seinem Büro.

          Setzt Macron auf Chloroquin? : Der Präsident beim Wunderheiler

          Didier Raoult ist jetzt Frankreichs berühmtester Mediziner. Er glaubt, ein Mittel gegen Covid-19 zu haben. Vom Pariser Establishment wurde er lange geschnitten. Jetzt schaut sogar Macron vorbei.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.