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Zverev nach schwerer Verletzung : „Will es nicht verpassen, für Deutschland zu spielen“

  • -Aktualisiert am

Schmerzen im Sand, Comeback auf dem Hartplatz? Alexander Zverev will nach seiner Verletzung in Paris spätestens in Hamburg wieder aufschlagen. Bild: dpa

Seinem Knöchel geht es nach dem dreifachen Bänderriss wieder gut, sagt Tennis-Star Alexander Zverev. Er lässt keine Zweifel an seiner Davis-Cup-Teilnahme, selbst die US Open scheinen möglich.

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          Für den schönen Blick über die Außenalster aus dem neunten Stock eines Edel-Hotels hatte Alexander Zverev wenig Zeit. Es war nur ein kurzer Besuch in seiner Geburtsstadt an diesem Donnerstagmittag, ehe der beste deutsche Tennisspieler wieder heim nach Monte Carlo schwebte: „Ich muss zurück auf den Platz.“

          Dass er dort schon wieder steht, überrascht ihn und die Ärzte nach seiner schweren Verletzung von Anfang Juni selbst: „Drei Bänder im Knöchel waren komplett gerissen, vier weitere verletzt. Das war brutal. Dafür geht’s mir richtig gut. Es ist schön zu sehen, wie mein Körper heilt nach zweieinhalb Monaten – und dass es nicht fünf oder sechs Monate gedauert hat.“ Zverev war in Paris im Halbfinale der French Open gegen Rafael Nadal umgeknickt.

          Zverev „hat das Ganze enorm gepusht“

          So weit genesen, ließ er auch keine Zweifel an seiner Teilnahme am Davis Cup Mitte September in Hamburg. „Keine Frage, dass ich dabei sein werde“, sagte Zverev, „ich will es nicht verpassen, in Deutschland für Deutschland zu spielen. Wir wollen als Team unbedingt in die Endrunde nach Spanien.“ Im neuen Davis-Cup-Modus spielt die DTB-Auswahl am 14., 16. und 18. September am Rothenbaum gegen Frankreich, Belgien und Australien – in Hamburg erstmals auf Hartplatz, für den die traditionelle rote Asche weichen muss.

          Die Deutschen um Zverev und das Doppel Krawietz/Mies müssen Erster oder Zweiter der Gruppe werden, um die mit dem Viertelfinale beginnende Endrunde vom 21. bis zum 27. November in Málaga zu erreichen. „In Bestbesetzung können wir den Davis Cup sogar gewinnen“, sagte Zverev. Er hatte mit Siegen in seinen beiden Einzeln beim Qualifikations-Match im März in Brasilien entscheidend dazu beigetragen, dass die DTB-Auswahl in die nächste Runde gekommen war.

          Dafür bedankte sich Verbandspräsident Dietloff von Arnim und sagte: „Es hat das Ganze enorm gepusht, dass Sascha zugesagt hat, Davis Cup zu spielen.“ Es sei schon zu Jahresbeginn klar gewesen, dass sich der DTB mit dem Austragungsort Hamburg nur bewerben würde, sollte Zverev mitspielen.

          Mit ihm und gegen starke und namhafte Gegner erhoffen sich der Verband und die Stadt Hamburg ausverkaufte Ränge – 10.000 Fans werden Platz finden, gespielt wird unter geschlossenem Dach, was am Donnerstag bei 28 Grad am Vormittag etwas befremdlich wirkte, von Zverev aber Zuspruch fand: „Ich erwarte ganz klar einen Heimvorteil durch eine bessere Atmosphäre unter geschlossenem Dach.“  Dass Zverev als Olympiasieger von Tokio 2021 und Weltranglistenzweiter den Rothenbaum füllen wird, gilt als ausgemacht.

          Weil der Heilungsverlauf im Fuß so gut sei, habe er sogar vage Hoffnungen, bei den am 29. August beginnenden US Open antreten zu können. „Ich möchte es noch nicht absagen. Ich stand zwei Monate nach meiner Operation auf dem Tennisplatz. Ich merke, wie es jeden Tag besser wird. In zehn Tagen weiß ich mehr und werde dann über einen Start bei den US Open entscheiden. Es wird auf jeden Fall sehr, sehr knapp, aber ich gebe noch nicht auf“, sagte Zverev, der 2020 im New Yorker Finale dem Österreicher Dominic Thiem unterlag.

          Ehe sich Alexander Zverev zurück in seine Wahlheimat begab, beantwortete er geduldig Fragen zu seiner am Wochenende öffentlich gemachten Diabetes-1-Erkrankung, an der er leidet, seit er vier Jahre alt ist. „Ich habe sie auch bei langen Matches unter Kontrolle“, sagte der 25 Jahre alte Tennisprofi. „Ich wollte meine Geschichte erzählen, um betroffenen Kindern und ihren Eltern Mut zu machen, dass man mit dieser Krankheit viel erreichen kann.“

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