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Tennis : Zverev erreicht Endspiel in Genf

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In Siegerpose: Alexander Zverev gewinnt das Halbfinale. Bild: EPA

Endlich wieder ein Endspiel für Alexander Zverev: In Genf spielt sich der deutsche Tennis-Star rechtzeitig vor Beginn der Offenen französischen Tennismeisterschaften wieder in Form.

          Alexander Zverev hat beim Tennisturnier in Genf das Endspiel erreicht und steht vor seinem ersten Titel in dieser Saison. Der zuletzt formschwache Hamburger setzte sich am Freitag gegen Federico Delbonis aus Argentinien mit 7:5, 6:7 (6:8), 6:3 durch und kann wieder selbstbewusster in die French Open starten. „Ich freue mich über den Sieg, es ist großartig, im Finale zu stehen“, sagte Zverev nach seinem mühsamen Dreisatz-Erfolg in 2:38 Stunden.

          Im Kampf um den Turniersieg bekommt der 22-Jährige am Samstag die Chance auf eine Revanche gegen den Chilenen Nicolas Jarry. Gegen den Weltranglisten-75. hatte Zverev zuletzt beim Turnier in Barcelona nach einem vergebenen Matchball in der zweiten Runde verloren. „Da habe ich nicht gut gespielt, wir haben beide viele leichte Fehler gemacht, es war kein tolles Match“, sagte er jetzt rückblickend.

          Sein bislang einziges Finale in dieser Saison bestritt der Weltranglisten-Fünfte Zverev Anfang März in Acapulco, als er sich dem Australier Nick Kyrgios geschlagen geben musste. Zverev hatte sich kurzfristig für eine Teilnahme am Sandplatz-Turnier in Genf entschieden, um Spielpraxis für die French Open zu sammeln. Dort trifft er frühestens am Montag auf den Australier John Millman.

          Auslosung für Paris

          Angelique Kerber hegt vor ihrem Auftaktmatch, das sie bereits am Sonntag bestreiten wird, freilich keine allzu großen Erwartungen. "Vor zwei Wochen", berichtete sie, "war nicht sicher, dass ich es hierher schaffe. Vor zwei Wochen konnte ich nicht richtig gehen." Vor zwei Wochen war sie beim Turnier in Madrid umgeknickt, sie erlitt eine Bänderverletzung im Sprunggelenk, "es sah nicht so gut aus".

          Vor hohen Hürden stehen in der ersten Runde vier deutsche Männer: Qualifikant Yannick Hanfmann (Karlsruhe) wurde Titelverteidiger Rafael Nadal (Spanien/Nr. 2) zugelost, Maximilian Marterer (Nürnberg) trifft auf Jungstar Stefanos Tsitsipas (Griechenland/Nr. 6), Cedrik-Marcel Stebe (Mühlacker) bekommt es mit Karen Chatschanow (Russland/Nr. 10) zu tun, der zuletzt formstarke Jan-Lennard Struff (Warstein) fordert Denis Shapovalov (Kanada/Nr. 20). Über die Qualifikation hatten sich außerdem Yannick Maden (Stuttgart) und Rudi Molleker (Berlin) ins Hauptfeld gespielt.

          Ebenso Antonia Lottner (Düsseldorf), die am Freitag ihr Qualifikationsfinale gewann. Insgesamt stehen damit sieben deutsche Damen und elf deutsche Herren im Hauptfeld, nachdem Oscar Otte (Köln) als "lucky Loser" nachrückte. Titelverteidigerin bei den Damen ist Simona Halep (Rumänien/Nr. 3). Neben Sandplatzkönig Nadal gelten Novak Djokovic (Serbien/Nr. 1) und Vorjahresfinalist Dominic Thiem (Österreich/Nr. 4) als Mitfavoriten auf den Titel.

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