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Zverev-Bruderduell im Tennis : „Ein Traum wurde wahr“

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Nach ihrem Duell gegeneinander waren sie im Doppel gemeinsam auf der gleichen Seite des Spielfelds: Alexander Zverev (rechts) und Bruder Mischa. Bild: AP

Zum ersten Mal auf der ATP-Tour standen sich die Zverev-Brüder gegenüber. Favorit Alexander hatte gegen den neun Jahre älteren Mischa dabei keine größeren Probleme. Der Sieger äußert nun eine Hoffnung.

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          Das erste Familien-Duell mit seinem großen Bruder war gerade erst erfolgreich beendet, da träumte Alexander Zverev schon vom nächsten. „Ich hoffe, dass das keine Ausnahme war“, sagte der Hamburger Tennisprofi nach dem Sieg gegen den neun Jahre älteren Mischa, „und ich hoffe, dass es beim nächsten Mal ein Finale sein wird“.

          Beim Hartplatz-Turnier in Washington hatte der 21-Jährige am Donnerstag (Ortszeit) im Achtelfinale mit 6:3, 7:5 gesiegt, bereits an diesem Freitag spielt Zverev gegen den Japaner Kei Nishikori um den Einzug in das Halbfinale. Die bevorstehende Partie interessierte den Titelverteidiger zunächst allerdings wenig – zu emotional waren die Momente zuvor gewesen.

          „Wir haben so hart dafür gearbeitet“, sagte Alexander Zverev, der von „unglaublichen Gefühlen“ sprach und den Tag niemals vergessen will: „Wer kann schon von sich behaupten, auf diesem Niveau gegen seinen Bruder gespielt zu haben?“ Tatsächlich unterhielten die Hamburger Geschwister die Zuschauer besser als erwartet, vor allem nach dem klaren ersten Satz lieferte Mischa seinem jüngeren Bruder einen beherzten Kampf – zu Beginn der Partie wirkte er sichtlich nervös. „Vor dem ersten Ballwechsel hatte ich fast Tränen in den Augen. Ich musste mir auf die Zunge beißen, um mich konzentrieren zu können“, verriet Mischa Zverev über die besondere Konstellation.

          Nach dem Kaltstart im ersten Satz besaß der Linkshänder in der entscheidenden Phase des zweiten Durchgangs sogar einen Satzball, er musste sich nach 1:51 Stunden letztlich dennoch geschlagen geben. „Ich hatte schon Angst, dass ich gar nicht mithalten kann“, sagte er.

          Die Befürchtungen im Vorfeld waren allerdings ohnehin unbegründet gewesen. Zwar trennen die beiden Brüder in der Weltrangliste 39 Plätze, hinter den Superstars Rafael Nadal und Roger Federer ist Alexander Zverev derzeit die Nummer drei der Welt. Frühere Erfahrungen aber bewiesen, dass Mischa durchaus in der Lage für eine Überraschung gewesen wäre. „In jeder einzelnen Trainingseinheit tritt er mir in den Hintern“, berichtete Alexander mit einem Lächeln, zudem erinnerte an die zahlreichen Niederlagen im Kindesalter, als die beiden im Hinterhof ihres Elternhauses die großen Wimbledon-Finals nachspielten.

          Wie damals tat das Duell aber auch an diesem Tag dem Familienfrieden keinen Abbruch – was diesmal auch daran lag, dass dem Duo kurze Zeit nach dem direkten Kräftemessen im gemeinsamen Doppel ein Achtungserfolg gelang. Mit 6:1, 6:4 bezwangen die Zverevs das Spitzen-Doppel Oliver Marach/Mate Pavic (Österreich/Kroatien). „Insgesamt“, sagte Mischa auch deshalb, „war das heute ein großartiger Tag. Ein Traum wurde wahr.“

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