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Albanischer Fußball : „Nationalmannschaft ein Mafia-Verein“

  • Aktualisiert am

Fußball in Albanien - ein besonderes Glücksspiel Bild: picture-alliance/ dpa

Es rumort im albanischen Fußball. Wenige Tage nach Bekanntwerden eines möglichen neuen Wettskandals in Europa sieht sich die Verbandsspitze konkreten Manipulationsvorwürfen ausgesetzt: mehrere Länderspiele sollen verkauft worden sein.

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          Der albanische Fußball-Verband sieht sich schweren Korruptionsvorwürfen ausgesetzt. Während Premierminister Sali Berisha die Nationalmannschaft als „Mafia-Verein“ bezeichnete, warf Kultusminister Ylli Pango der Verbandsspitze Manipulation in zwei konkreten Fällen vor.

          So sollen Albaniens EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland (2:4) und in Rumänien (1:6) „verkauft“ worden sein. In einem Brief an die Uefa bat Pango den europäischen Verband um die genaue Untersuchung beider Fälle, da „klare Verdachtsmomente“ gegen den Präsidenten des nationalen Verbandes, Armando Duka, vorlägen: „Es gibt Beweise, dass er die Nationalmannschaft für seine Zwecke missbraucht“, heißt es in dem Brief.

          Seit dem Wochenende wird der europäische Fußball wieder von einem möglichen Manipulationsskandal erschüttert: Bei 15 Spielen verschiedener Europapokalwettbewerbe besteht der akute Verdacht der illegalen Einflussnahme. (Siehe auch: Machtlos gegen Wettbetrug)

          Trainer Otto Baric wurde in Albanien nicht glücklich

          Vor zwei Wochen war der Kroate Otto Baric als Nationalcoach zurückgetreten, nachdem sein Team in der Gruppe G der EM-Qualifikation den vorletzten Platz belegt hatte. Von 2003 bis 2006 hatte der frühere deutsche Nationalspieler Hans-Peter Briegel die Südosteuropäer als Trainer betreut.

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