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Alba Berlin : Keilerei und Verschwörung

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Denkwürdige Rangelei im körperlosen Spiel: Am Ende werden sieben Spieler disqualifiziert Bild: dpa

Berlins Loncar löst im Basketballspiel gegen Bonn eine denkwürdige Rangelei aus. Am Ende sind sieben Spieler disqualifiziert. Die Berliner fühlen sich ungerecht behandelt.

          Kresimir Loncar hatte dringenden Bedarf, sich nach seiner Disqualifikation beim 94:73-Erfolg über Bonn zu rechtfertigen. „Ich habe nichts gemacht“, sagte der 2,08-Meter-Mann von Alba Berlin. „Ich bin sicher nicht der heiligste Spieler der Welt. Aber heute gab es viele schmutzige Sachen, die die Schiedsrichter nicht sehen und die man auch im Fernsehen nicht sieht“, sagte der vor wenigen Wochen eingebürgerte Center.

          Er hatte nach einem Zweikampf dem Bonner Sean Marshall im Umdrehen einen Schlag versetzt und damit eine Prügelei ausgelöst, an deren Ende gleich sieben Spieler von den Schiedsrichtern disqualifiziert wurden. Neben den beiden Streithähnen wurden auch Loncars Kollege Will Cherry sowie vier weitere Bonner des Parketts verwiesen. „In meinem Zuhause lasse ich so etwas nicht zu. Da muss ich mich verteidigen“, sagte Loncar.

          Am kommenden Samstag wird er genauso wie Cherry gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Crailsheim aller Voraussicht nach gesperrt sein – ob die Sperre verlängert wird, entscheidet die Spielleitung der BBL in den kommenden Tagen.

          Sasa Obradovic: Spieler ans Maximum pushen

          Bei Alba beschäftigt man sich mit der Behandlung des eigenen Teams durch Gegner und Schiedsrichter. „Loncar macht einen Schritt auf dem Feld und hat sofort drei Fouls. Man muss sein Niveau respektieren“, forderte Trainer Sasa Obradovic. Manager Marco Baldi sieht einen Trend, dass die Konkurrenten gegen Alba besonders brutal agieren: „Seit Wochen spielen die Gegner extrem hart und physisch gegen uns.“ Obradovic will seinen Stil angesichts der harten Gangart bei Alba-Spielen jedoch nicht ändern: „Ich werde meine Spieler weiterhin ans Maximum pushen.“

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