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Basketball-Europapokal : Herbe Pleite für Alba Berlin

  • Aktualisiert am

Wohin mit dem Ball? Alba-Spieler Peyton Siva auf der Suche nach Mitspielern Bild: dpa

Der Negativtrend der Basketballprofis aus der Hauptstadt setzt sich auch im Eurocup fort: In Spanien spielt Alba vor allem in der ersten Hälfte desolat. Auch Bayern und Ulm verlieren. Besser läuft es für zwei andere deutsche Klubs.

          Alba Berlin hat im Eurocup einen großen Schritt in Richtung nächster Runde verpasst. Nach einer desolaten ersten Halbzeit unterlagen die Berliner Basketballer am Mittwoch beim spanischen Vertreter Montakit Fuenlabrada deutlich mit 80:105 (38:57). Damit rutschte das Team von Trainer Ahmet Caki in der Fünfergruppe auf den vierten Platz ab. Nur die ersten vier Mannschaften kommen weiter. Beste Berliner Werfer waren Elmedin Kikanovic mit 15 und Dominique Johnson mit 13 Punkten.

          Alba hatte Probleme ins Spiel zu finden. Im Angriff fehlte der Wurfrhythmus, in der Defensive war man meist einen Schritt zu spät. Nach einem 14:2-Lauf der Spanier lag Alba schon Mitte des ersten Viertels 9:20 hinten. Und auch im zweiten Viertel hatten die Berliner große Probleme, die Schützen der Spanier zu stoppen. Fast jeder Drei-Punkt-Wurf landete im Berliner Korb. Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste in einer oft zerfahrenen Partie um Schadensbegrenzung bemüht. Und da bei Fuenlabrada die Wurfquote nun etwas sank, wuchs der Rückstand zumindest nicht weiter an. Alba kämpfte, kam aber nicht näher als elf Punkte heran.

          Riesige Ludwigsburger Riesen

          Unterdessen sind die MHP Riesen Ludwigsburg in der Champions League weiter auf Erfolgskurs. Die Mannschaft von Trainer John Patrick setzte sich mit 72:67 (36:31) gegen den griechischen Vertreter AEK Athen durch und feierte damit bereits den dritten europäischen Sieg in Serie. Mit der Bilanz von drei Erfolgen bei zwei Niederlagen dürfen sich die Riesen berechtigte  Hoffnungen auf das Weiterkommen machen. Bester Werfer der Gastgeber war Tekele Cotton mit 17 Punkten, Jack Cooley steuerte weitere 14 Zähler bei. In der kommenden Woche gastieren die MHP Riesen am Dienstag bei Dinamo Sassari.

          Und auch die EWE Baskets Oldenburg haben in der Champions League den dritten Sieg im fünften Spiel geschafft. Der Bundesligaklub gewann beim türkischen Klub Usak Sportif mit 65:60 (29:24). Nach einem schlechten Start (4:16) dominierten die Niedersachsen das zweite und dritte Viertel. Mit einer 49:33-Führung ging es in die letzten zehn Minuten, doch der Vorsprung schmolz und schmolz. 56 Sekunden vor Schluss stand es nur noch 61:60 für die Baskets, dann setzte sich die Routine der Oldenburger durch. Erfolgreichster Werfer war Vaughn Duggins mit 16 Punkten.

          Derweil ist der Siegeszug der Basketballer des FC Bayern im Eurocup vorerst gestoppt. Nach zuletzt drei Erfolgen in Serie verloren die Münchner in eigener Halle mit 88:99 (42:51) gegen Zenit Sankt Petersburg. Vor 6157 Zuschauern geriet das Team von Trainer Sasa Djordjevic bereits im ersten Viertel zweistellig ins Hintertreffen. Bester Werfer der Bayern war Nick Johnson mit 20 Zählern, Reggie Redding steuerte 13 Punkte bei. Für die Gäste war Ryan Toolson (20) am erfolgreichsten. Schon das Hinspiel hatten die Münchner mit 77:80 in Sankt Petersburg verloren. Da das Djordjevic-Team in der Hinrunde drei von vier Spielen gewonnen hat, ist das Weiterkommen im Eurocup aber quasi gesichert. In den jeweiligen Vierergruppen scheidet nur der Tabellenletzte aus. Kommenden Mittwoch ist der FC Bayern bei UCAM Murcia gefordert.

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          Und auch die Basketballer von ratiopharm Ulm haben ihr  Eurocup-Rückspiel gegen den spanischen Spitzenklub BC Valencia deutlich verloren. Das in der Bundesliga noch ungeschlagene Team von Trainer Thorsten Leibenath unterlag klar mit 60:86 (34:45). Das Hinspiel in Valencia hatten die Ulmer mit einem Unterschied von 37 Punkten verloren. Bester Werfer des deutschen Vize-Meisters war Taylor Braun mit 16 Zählern. Für die Gäste kam Fernando San Emeterio auf 19 Punkte. Vom schwachen ersten Viertel mit gerade einmal neun erzielten Punkten erholten sich die Ulmer nicht mehr.

          Der Schlüssel zum Erfolg lag für die Spanier vor allem in ihrer Überlegenheit beim Rebound (43:23) und in ihrer hervorragenden Dreierquote von 50 Prozent. Die Ulmer müssen sich nach drei Siegen aus der Hinrunde dennoch keine Sorgen um das Weiterkommen machen. In der Fünfergruppe scheidet lediglich der Letzte aus. Am kommenden Mittwoch gastiert das Leibenath-Team bei Olimpija Ljubljana.

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