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Basketball-Finalserie : Alba Berlin kurz vor Titelgewinn

  • Aktualisiert am

James Gist gegen Alba-Spieler Luke Sikma Bild: dpa

Alba holt sich in der Finalserie um die deutsche Meisterschaft den Heimvorteil zurück. Am Sonntag können die Berliner die Titelverteidigung gegen Bayern perfekt machen.

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          Die Basketballer von Alba Berlin haben sich in einem wieder spannenden Playoff-Finale gegen den FC Bayern München den Vorteil zurückerkämpft und sind nur noch einen Sieg vom abermaligen Meistertitel entfernt. Die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses gewann am Samstag in München mit 81:69 (37:37) - in der Best-of-Five-Serie steht es damit 2:1 für die Hauptstädter. „Alba war besser, sie haben verdient gewonnen“, sagte Bayern-Trainer Andrea Trinchieri bei MagentaSport.

          Schon in Spiel vier am Sonntag (15.00 Uhr) kann Alba die Titelverteidigung perfekt machen. Die Bayern dagegen brauchen unbedingt den Heimerfolg, um ein alles entscheidendes fünftes Spiel am Dienstag in Berlin zu erzwingen. „Mal sehen, wer spielen kann“, sagte Trinchieri angesichts der Strapazen und Blessuren vor dem 90. Saisonspiel seiner Mannschaft.

          „Immer wieder Wunder“

          Berlins Nationalspieler Maodo Lô sieht sein Team noch lange nicht am Ziel. „Ich hoffe, dass wir Meister werden, aber dieses Spiel zu gewinnen, wird wahnsinnig taff“, sagte er bei TelekomSport. „München hat immer wieder Wunder hinbekommen und eine Saison gespielt, die für den deutschen Basketball extrem wichtig war. Dieser Mannschaft muss man alles zutrauen“, meinte der Berliner.

          In einem extrem umkämpften Match waren Marcus Eriksson und Luke Sikma mit je 13 Punkten die erfolgreichsten Werfer für die Berliner, die einen Neun-Punkte-Rückstand im dritten Viertel famos aufholten. Den verletzungsgeplagten Bayern reichten 23 Punkte von D.J. Seeley nicht für den Sieg.

          Nach den zwei Auftaktspielen in Berlin wollten die Bayern ihren Schwung und das oft beschworene Momentum auch in der eigenen Halle vor den Heimfans nutzen. Erstmals nach 465 Tagen durften wieder Zuschauer in den Audi Dome, die 1300 Anhänger sorgten nach Monaten der Geisterspiele für einen akustisch ansprechenden Rahmen.

          „Nötiger Push“

          Den „nötigen Push“ wollte Münchens Geschäftsführer Marko Pesic von den Rängen haben - doch sein Team verpatzte den Start komplett und lag 0:9 zurück. Erst Leon Radosevic mit einem Freiwurf brachte die Gastgeber auf die Anzeigetafel. Der erfahrene Center hatte die ersten Matches in Berlin mit einer Knöchelverletzung verpasst und gab nun sein Final-Comeback. Fast wäre er danach zu einer tragischen Figur geworden, als Münchens Erfolgsgarant Vladimir Lucic auf Radosevics Fuß stieg und umknickte. Nach einer Behandlungspause kehrte Lucic unter dem Jubel der Fans aber wieder aufs Feld zurück.

          Der Favorit kämpfte sich ohne den weiter verletzten Nationalspieler Paul Zipser zurück ins Spiel, vom zweiten Viertel an war die Partie hart umkämpft. Alba litt zunächst darunter, dass der sonst gefährliche Scharfschütze Marcus Eriksson von der Dreierlinie viel verwarf und Simone Fontecchio früh mit Fouls belastet war.

          Die widerspenstigen Berliner ließen sich nicht abschütteln und auch von einem Lauf der Bayern im dritten Viertel und einem zwischenzeitlichen Neun-Punkte-Rückstand nicht zermürben - im Gegenteil: Ein erfolgreicher Dreier mit der Schlusssirene des dritten Abschnitts brachte Alba mit 59:56 in Führung. Und im Finish hatte der Vorjahreschampion dann deutlich mehr Energie als die Bayern, die ihre Würfe nicht mehr trafen und die Gäste nicht mehr stoppen konnten.

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