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Segeln : Newey wechselt zum America’s Cup

Tollkühne Männer in ihren fliegenden Kisten: Der America’s Cup setzt weiterhin auf die extremen Katamarane und Geschwindigkeit. Bild: dpa

Design-Guru Adrian Newey wechselt das Element: Der Weltmeister-Macher von Red Bull aus der Formel 1 soll nun das Segel-Team des Briten Ben Ainslie beim America’s Cup auf Kurs bringen.

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          Das Hochgeschwindigkeitssegeln auf Katamaranen erhält neue technische Schubkraft - jetzt aus der Formel 1. Design-Guru Adrian Newey, der in der höchsten Motorsportklasse mit seinen Rennwagen für Williams, McLaren und Red Bull Racing zehn Fahrer- und zehn Konstrukteurs-Weltmeistertitel gewinnen konnte, wird sich mit dem britischen Topsegler Ben Ainslie für den America’s Cup zusammentun.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der älteste und schillerndste Segelwettbewerb der Welt findet 2017 vor den Bermudas-Inseln statt. Ainslie, einer der erfolgreichsten Olympiasegler der Geschichte, hält sich derzeit mit seinem Team beim Finale der Extreme Sailing Series in Sydney auf. Hier handelt es sich um die derzeit am besten besetzte Regattaserie für Katamarane, bei der die Boote in spektakulären Duellen nahe dem Ufer gegeneinander segeln.

          Nass gemacht: Hier feiert Adrian Newey mit Sebastian Vettel.

          Wie in der Formel 1 finden die Rennen in Metropolen rund um den Erdball statt. „Wir sind ganz gespannt auf die Zusammenarbeit. Wir wollen das Beste aus britischer Ingenieursleistung und britischem Design zusammenführen“, sagte Ainslie über den Coup mit dem Formel-1-Spezialisten Newey. Der Luftfahrt-Ingenieur und Aerodynamik-Experte war an den vier WM-Titeln des Deutschen Formel-1-Piloten Sebastian Vettel maßgeblich beteiligt.

          Die Kooperation mit Ainslie, der 2013 den America’s Cup als Stratege mit dem amerikanischen Team Orcale gewann, soll offenbar über den Formel-1-Ableger Red Bull Advanced Technologies angegangen werden. Diese Entwicklungs-Division im Red-Bull-Konzern wird vom bald 56 Jahre alten Newey geleitet. Wie in der Formel 1 geht es auch bei den High-Tech-Katamaranen um superleichten Karbon-Bau.

          Ainslie will den America’s Cup zurück auf die Insel holen, wo die legendäre Trophäe einst im Jahr 1851 von den Briten gestiftet worden war, aber dann nie mehr zurückgewonnen werden konnte. Der britische Segel-Heroe kann in Sydney bei der Extreme Series noch auf die ersten drei Plätze kommen. Es führt derzeit das Alinghi-Team des Schweizer Milliardärs Ernesto Bertarelli. Auch er hat den America’s Cup schon mal gewonnen - sogar zwei Mal.

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