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DEL-Finalserie : Der Heimfluch endet nach dem Blitztor

  • Aktualisiert am

Die Adler Mannheim gehen in der Finalserie gegen München in Führung. Bild: Picture-Alliance

Ein ganz schnelles Tor ist Mannheims Basis für den zweiten Sieg über München. Der Erste der Vorrunde setzt damit einer kuriosen Statistik ein Ende und führt erstmals in der Finalserie gegen den Titelverteidiger.

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          Dank des schnellsten Tors der DEL-Finalgeschichte und eines verdienten Heimsiegs sind die Adler Mannheim auf Meisterkurs. Der Vorrunden-Erste ließ Titelverteidiger EHC Red Bull München beim 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) am Ostermontag keine Chance und feierte den zweiten von vier notwendigen Siegen zum achten deutschen Eishockey-Titel. Damit führt die Mannschaft von Trainer Pavel Gross in der Best-of-Seven-Serie mit 2:1 und setzte einer kuriosen Statistik ein Ende: Alle vorangegangenen sechs Duelle zwischen Mannheim und München in dieser Saison hatte das Auswärtsteam gewonnen.

          Vor 13.600 Zuschauern in der ausverkauften Arena nahmen die Adler den Schwung aus dem 3:0 in München am Samstagabend mit und schockten die Münchner mit dem Treffer von Nationalstürmer Matthias Plachta bereits nach fünf Sekunden. In der abermals emotional geführten Partie waren zudem Doppeltorschütze Andrew Desjardins (7./26. Minute) und Tommi Huhtala (56.) erfolgreich. „Alle vier Reihen haben einen guten Job gemacht. Wir haben den Druck hoch gehalten. Das ist ein gutes Gefühl heute“, sagte Mannheims Desjardins bei Magenta Sport. Münchens Nationalstürmer Yasin Ehliz haderte: „Die stehen defensiv gut. Wir sitzen viel zu viel auf der Strafbank. So kannst du keine Spiele gewinnen.“

          Die Münchner von Trainer Don Jackson müssen sich steigern, um nicht am Mittwoch daheim womöglich bereits vorentscheidend in Rückstand zu geraten. Wieder hatte der Serienchampion teilweise Probleme gegen die starke Adler-Defensive um den überzeugenden Torhüter Dennis Endras. Das Tor des Olympia-Zweiten Patrick Hager war für die Ambitionen zu wenig (31.). München will als erster Club seit Einführung der Deutschen Eishockey Liga viermal in Serie triumphieren.

          Der Rückschlag kam früh: Die Gäste schienen noch nicht wach, als ein Zusammenspiel der Silbergewinner David Wolf und Plachta direkt vom ersten Bully weg zum 1:0 führte. Allein gelassen kam Plachta frei zum Schuss. „Wir müssen schauen, dass wir kein frühes Tor bekommen und dass wir das erste Tor schießen“, hatte Münchens Kapitän Michael Wolf gewarnt. Doch zum dritten Mal erzielte Mannheim den ersten Treffer.

          Für den Titelverteidiger kam es noch schlimmer, als die Gastgeber in doppelter Überzahl schnell nachlegten: Der Treffer von Desjardins zählte nach einem Videobeweis. Trevor Parkes hatte zuvor nach einem Foul an Adler-Verteidiger Sinan Akdag eine Spieldauerstrafe kassiert und die Münchner dezimiert. Der EHC hat ohnehin einige Ausfälle. Im dritten Finale fehlte auch Topstürmer Mark Voakes verletzt.

          Im Mittelabschnitt kamen die Münchner dann besser ins Spiel. Zunächst allerdings jubelten wieder die Gastgeber. Desjardins setzte vor dem Tor von Danny aus den Birken erfolgreich nach und stocherte den Puck über die Linie. Der Anschlusstreffer von Hager in Überzahl ließ München hoffen. Doch der EHC leistete sich zu viele Strafen – und war nach Huhtalas Überzahltreffer endgültig besiegt.

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