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Tischtennis-EM : Der unverwüstliche Timo Boll

  • Aktualisiert am

Die Konzentration in Person: Timo Boll am Tisch Bild: dpa

Timo Boll hat zum achten Mal nach 2005 eine EM-Einzelmedaille sicher. Im Halbfinale trifft er auf Patrick Franziska, der schon zwei Teamkameraden aus dem Wettbewerb warf.

          Rekordtitelgewinner Timo Boll und Patrick Franziska haben bei der Tischtennis-EM in Alicante das Einzel-Halbfinale erreicht. Beide haben damit bereits eine Medaille sicher und ermitteln am Sonntag im direkten deutschen Duell einen Endspielteilnehmer.

          Boll setzte sich in der Runde der besten acht gegen den Österreicher Daniel Habesohn mit 4:0 durch. Zuvor hatte er in 4:2 Sätzen gegen den Mitfavoriten Liam Pitchford aus England gewonnen. „Heute lief es besser als gestern. Pitchford ist aber auch ein Gegner, dessen Spielweise mir liegt“, sagte er. Der sechsmalige Europameister hat durch seine Halbfinalteilnahme zum achten Mal nach 2005 bei einem EM-Start eine Einzelmedaille sicher.

          Der in Alicante an Nummer fünf gesetzte Patrick Franziska fertigte seinen Saarbrücker Bundesliga-Kollegen Tiago Apolonia in 4:1 Sätzen ab. Danach entschied er auch den zweiten mannschaftsinternen Vergleich gegen Benedikt Duda mit 4:1 für sich.

          Weltcupsieger Dimitrij Ovtcharov war dagegen etwas unerwartet schon im Achtelfinale gegen den dreimaligen Europameister Wladimir Samsonow ausgeschieden. Der Weltranglisten-Fünfte verlor in 2:4 Sätzen gegen den Weißrussen, der bereits 42 Jahre alt ist und  zusammen mit Ovtcharov beim russischen Spitzenclub Fakel Orenburg spielt. „Das war vier Sätze lang ein gutes Spiel. Leider konnte ich das Niveau darüber hinaus nicht halten“, sagte Ovtcharov, dem nach einer Verletzung am Oberschenkelhals die Wettkampfpraxis fehlt. „Natürlich hatte ich mir von der EM mehr erhofft als das Achtelfinale. Aber meine Leistungsstärke ist eben noch nicht konstant genug.“

          Keine Einzel-Medaille für die Damen

          Das deutsche Damen-Team konnte zum dritten Mal nacheinander bei einer EM keine Einzelmedaille gewinnen. In Spanien verspielten die frühere Top-Ten-Spielerin Han Ying, die Mixed-WM-Dritte Petrissa Solja und Sabine Winter im Viertelfinale ihre Chancen auf einen Podestplatz.

          Dagegen hat Kristin Lang, die unter dem Namen Silbereisen den EM-Titel im Doppel 2016 an der Seite von Sabine Winter holte, diesmal mit Nina Mittelham abermals das Endspiel im Doppel erreicht. Die beiden gewannen ihr Halbfinale gegen Ni Xia Lian und Sarah de Nutte aus Luxemburg in 4:2 Sätzen. Sie treffen am Sonntag im Finale auf Sofia Polcanova aus Österreich und Jana Noskowa aus Russland.

          Das Endspiel im Herren-Doppel findet ohne deutsche Beteiligung statt. Die Titelverteidiger Patrick Franziska/Jonathan Groth (Saarbrücken/Dänemark) verloren im Halbfinale trotz 2:0- und 3:1-Satzführung überraschend gegen die beiden Österreicher Robert Gardos und Daniel Habesohn (3:4). Ricardo Walther und Mixed-Europameister Ruwen Filus waren beim 0:4 gegen Mattias Falck und Kristian Karlsson aus Schweden chancenlos.

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