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„Wunderkind“ Leon Bauer : „Deshalb ist das deutsche Profiboxen am Arsch“

„Unsere Leistung müsste viel mehr respektiert, geschätzt und gewürdigt werden“: Leon Bauer Bild: PYX Global Sports

Leon Bauer galt als „Wunderkind“ des Boxens. Dann stürzte er in eine tiefe Krise. Er hat dabei die dunkle Seite seiner Sportart kennengelernt. Hat einstecken müssen. Und nicht nur er. Auch seine Familie.

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          „Promoter wie Sauerland organisieren Kämpfe, investieren aber kaum etwas in die Zukunft des Boxens, in die jungen Leute, und deshalb kommen die auch nicht nach vorn, nicht an die Spitze, und deshalb ist unser Sport auch so kaputt. Deshalb ist das deutsche Profiboxen am Arsch.“

          Michael Eder

          Sportredakteur.

          Leon Bauer ist Berufsboxer, seit er sechzehn ist. Mit siebzehn hat er im MGM Grand Garden in Las Vegas geboxt, in einer der heiligen Hallen des Boxsports, gegen den Russen Ilshat Khusnulgatin, den er im Vorprogramm von Arthur Abrahams WM-Kampf einstimmig nach Punkten besiegte. Er war der jüngste Boxer, der jemals in Las Vegas mit einer Profilizenz in den Ring stieg. Während sich Altstar Abraham im Supermittelgewicht bei seiner Niederlage gegen den Mexikaner Gilberto Ramirez blamierte, hinterließ Bauer in der derselben Gewichtsklasse mächtig Eindruck in einer Stadt, die sich aufs Boxen versteht – und staunte angesichts eines Jungen aus der Pfalz, der noch im selben Jahr mit einem K.o.-Sieg gegen den Rumänen Gheorghe Sabau Juniorenweltmeister des Verbandes IBF wurde. „German Wunderkind“ nannten sie ihn in Las Vegas. Heute ist Leon Bauer 21 Jahre alt, und das Wunderkind hat einen tiefen Absturz hinter sich.

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