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Ryder Cup der Golf-Profis : Europäer übernehmen die Führung

  • Aktualisiert am

Punkt für Europa: Justin Rose (r.) und Henrik Stenson liegen sich in den Armen Bild: dpa

Die Herausforderer zeigen beim Ryder Cup in Paris starke Teamleistungen. Nach dem ersten Tag führen die Europäer 5:3 gegen Team Amerika. Tiger Woods enttäuscht.

          Für Europas Golfstars ist der zweite Teil des Eröffnungstages des 42. Ryder Cups perfekt verlaufen. Mit einer 5:3-Führung gehen die Herausforderer beim Kontinentalvergleich gegen die besten Golfer aus den Vereinigten Staaten in den zweiten Tag.

          Olympiasieger Justin Rose und Co. gewannen am Freitagnachmittag im Le Golf National in der Nähe von Paris alle vier Team-Duelle gegen Titelverteidiger Amerika und holten den 1:3-Rückstand aus den Morgen-Matches auf. Die Europäer gewannen erstmals seit 1989 alle vier Spiele einer Runde. Die meisten Punkte für das europäische Team holten der Italiener Francesco Molinari und Tommy Fleetwood aus England. Das Duo gewann seine beiden Spiele.

          Dagegen blieb der amerikanische Superstar Tiger Woods an Tag eins ohne Erfolgserlebnis. Am Vormittag unterlag der 14-malige Major-Sieger an der Seite seines Spielpartners und Masters-Champions Patrick Reed gegen Molinari/Fleetwood. Am Nachmittag wurde Woods von Kapitän Jim Furyk nicht eingesetzt.

          Stimmung wie im Fußballstadion

          Um 8.10 Uhr hatte der Ryder Cup bei Sonnenschein und unter dem ohrenbetäubenden Jubel tausender Fans begonnen. Am ersten Abschlag herrschte eine Stimmung wie in einem Fußballstadion. „Olé, Olé, Olé“, brüllten die europäischen Fans. Die Anhänger der Amerikaner konterten mit lautstarken „USA, USA“-Rufen - ganz zur Freude von Basketball-Legende und Golf-Edelfan Michael Jordan, der nach Paris gereist war, um das amerikanische Team zu unterstützen.

          Auch Keith Pelley, Chef der European Tour und Boss der europäischen Ryder-Cup-Organisation, war mit dem Auftakt zufrieden. „Es ist herausragend, einfach fantastisch“, schwärmte der Kanadier im Morgengrauen mit erhobenem Daumen.

          Phil Mickelson beim Abschlag: Zuschauer, dicht gedrängt

          Am Nachmittag kochte die Stimmung bei den europäischen Fans dann vollends über, als ihre Mannschaft gleich alle vier Matches gegen die Amerikaner dominierte.

          Der amerikanische Golfstar Phil Mickelson stellte in Paris einen Rekord in der 91-jährigen Geschichte des Ryder Cups auf. Der 48-Jährige aus San Diego trat zum zwölften Mal für Amerika im Kontinentalvergleich gegen die Europäer an. Der fünfmalige Major-Sieger übertrumpfte damit den Engländer Nick Faldo, der in seiner Karriere auf elf Ryder-Cup-Einsätze kam. Am Morgen hatte Mickelson noch pausiert. Am Nachmittag schickte Team-Kapitän Furyk den Routinier gemeinsam mit dem Ryder-Cup-Neuling Bryson DeChambeau auf den Platz. Doch das Duo kassierte gegen den Spanier Sergio Garcia und Alex Noren aus Schweden eine krachenden Niederlage.

          Einen schmerzlichen Fehlschlag verursachte Brooks Koepka. Nach einem misslungenen Abschlag traf der US-Open- und PGA-Champion des Jahres eine Zuschauerin mit seinem Ball im Gesicht - die blutende Platzwunde wurde noch auf dem Platz behandelt.

          Am Samstag stehen noch einmal acht Team-Duelle auf dem Programm, bevor am Finaltag die Entscheidung in den zwölf Einzel-Matches fällt. Die amerikanische Auswahl ist Titelverteidiger von vor zwei Jahren. Allerdings hatten die Amerikaner zuletzt 1993 den Ryder Cup auf europäischem Boden gewinnen können.

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