https://www.faz.net/-gtl-37pu

McLaren-Mercedes : „Wir haben keine Fahrerdiskussion“

  • Aktualisiert am

Mercedes holt auf: Coulthard im Rückspiegel Bild: dpa

Bei McLaren-Mercedes ist man trotz anders lautender Gerüchte mit den Piloten zufrieden, wie Motorsportchef Norbert Haug betont.

          2 Min.

          Mit dem Blick auf die glanzvolle Geschichte und neuem Mut für die Zukunft will McLaren-Mercedes beim Heimrennen auf dem Nürburgring an die Erfolge früherer Tage anknüpfen.

          Doch trotz des jüngst erkennbaren Aufwärtstrends sind die Hoffnungen auf einen Triumph über den dominierenden Weltmeister Michael Schumacher auch auf dem Nürburgring nur sehr bescheiden. Er erwarte die beiden Silberpfeile „in der dritten, vierten Startreihe“, sagt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug vor dem Großen Preis von Europa vorsichtig. „Aber im Rennen kann viel passieren.“

          „Wir sind sehr happy mit den Fahrern“

          Die Krise des ersten Saisondrittels scheint nach den lang ersehnten Erfolgserlebnissen bei den letzten beiden Grand Prix vorbei, aber auch vor dem ersten Heimrennen der „Silbernen“ reißen Spekulationen um die Zukunft der Fahrer nicht ab.

          Haug dementierte bei einer Jubiläumsveranstaltung Gerüchte um eine angebliche Ablösung David Coulthards energisch: „Ron Dennis und ich sind sehr happy mit den Fahrern. David hat in Monaco exzellente Arbeit geleistet und zuletzt in Kanada beide Piloten. Wir haben keine Fahrerdiskussion. Egal, welche Gerüchte es gibt.“

          Ein Denkmal für Fangio

          Immerhin gibt es am Nürburgring im Vorfeld des Grand Prix (Sonntag, 14 Uhr/live bei RTL und Premiere) Grund zum Feiern. Der 75. Geburtstag der weltberühmten Rennstrecke am Mittwoch bedeutete auch das Jubiläum des Mercedes-Premierensiegs durch Rudolf Caracciola.

          „Die Geschichte des Nürburgrings ist auch unsere Geschichte“, meint Haug. „Hier hatten wir den ersten Sieg. Später wurde hier der Silberpfeil geboren.“ Als Geburtstagsgeschenk gab es ein Bronze-Denkmal eines berühmten Silberpfeil-Piloten, des fünfmaligen Weltmeisters Juan Manuel Fangio.

          Ist Räikkönens Pechsträhne beendet?

          Die Neuzeit verlief in dieser Saison weit weniger glanzvoll. Coulthard rangiert in der WM-Wertung mit 26 Punkten auf dem vierten Platz hinter dem überragenden Michael Schumacher (70) sowie den beiden Williams-BMW-Piloten Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya (je 27).

          Doch nach einer Nerven zermürbenden Pannenserie haben der Sieg des Schotten Coulthard beim Großen Preis von Monaco ebenso wie die Tatsache, dass beim Grand Prix in Montreal erstmals beide Piloten in die Punkte kamen, die Stimmung beim einstigen Weltmeisterteam deutlich gehoben.

          „Diese Punkte waren wichtig. Ich hatte bisher in der Saison viel Pech“, sagte der junge Finne Räikkönen. „Ich habe immer gesagt, dass wir uns steigern werden“, so Haug. „Es hat nur niemand geglaubt.“

          Weiter an der Abstimmung feilen

          Allerdings hat sich an den grundsätzlichen Kräfteverhältnissen in der Formel 1 und der aktuellen McLaren-Rolle hinter Ferrari und Williams-BMW noch nichts geändert. „Was den Speed angeht, sind wir immer noch Dritter“, sagt Haug. Nach wie vor hat das Team Probleme durch den Reifen-Wechsel von Bridgestone zu Michelin: „Im Zusammenspiel von Auto und Reifen fehlt uns noch Erfahrung.“

          McLaren-Technikchef Adrian Newey sagt dazu: „Wir fahren nicht die Abstimmungen, die für das Auto optimal wären. Deshalb können wir die Stärken im Handling, die unsere Autos jahrelang auszeichneten, nicht ausspielen.“

          Haug will auch Fußball im TV sehen

          Der Auftritt in der neuen „Mercedes-Arena“ in der Eifel soll wieder ein kleiner Schritt in Richtung Erfolgsspur werden. Allerdings ist zumindest der deutsche Teil des Teams im freien Training am Freitag etwas abgelenkt.

          Wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zeitgleich um das Weiterkommen bei der WM kämpft, möchte Haug gern einen Blick riskieren: „Wir haben genug Monitore an der Box. Ich hoffe, dass wir auf einem Fußball sehen können. Es wäre ärgerlich, wenn Deutschland in einer halben Stunde fünf Tore erzielen würde und wir das nicht mitbekämen.“

          Weitere Themen

          Hertha gewinnt Hauptstadtderby

          3:1-Sieg gegen Union Berlin : Hertha gewinnt Hauptstadtderby

          Hertha BSC bezwingt dank Piatek Union Berlin. Nach einem frühen Rückstand dreht die Mannschaft von Trainer Labbadia die Partie gegen einen Gegner in Unterzahl. Für die Eisernen ist es nach acht Spielen die erste Niederlage.

          Topmeldungen

          Wollen keine Spaltung: Biden und Harris am 1. Dezember in Wilmington

          Joe Biden gegen Spaltung : Die Botschaft lautet Zuversicht

          Biden glaubt, dass Kompromisse zwischen Demokraten und Republikanern möglich sind – trotz aller Polarisierung. Ein Einlenken beim Abzug der Soldaten aus Deutschland scheint ein erstes Zeichen dafür zu sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.