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Darts-WM : Max Hopps großer Wurf

Anbetungswürdig: Max Hopp hat dank eines Super-Finish von 161 das Spiel gewonnen Bild: LAWRENCE LUSTIG

Erstmals in der Geschichte von Darts-Weltmeisterschaften stehen zwei deutsche Spieler in der zweiten Runde. Max Hopp folgt Sascha Stein nach einem Überraschungserfolg gegen einen Top-Spieler. Die nächsten Aufgaben warten nach Weihnachten.

          Max Hopp hat sich schon vor zwei Jahren branchenüblich einen Spitznamen zugelegt: „Maximiser“. Bei der Darts-Weltmeisterschaft der PDC, des größeren zweier rivalisiereender Profi-Darts-Verbände ist das 18 Jahre alte größte deutsche Talent, von vielen Spitzenspielern der Szene seit seiner ersten WM-Teilnahme im Alter von nur 16 Jahren mit viel Vorschusslorbeer bedacht, im Spiel mit den Pfeilen seinem mutigen Namen erstmals auf der ganz großen Bühne in London gerecht geworden: In seinem Auftaktspiel hat der aus dem hessischen Idstein stammende Darts-Profi den Engländer Mervyn King, derzeit die Nummer zehn der nach Preisgeldern sortierten Weltrangliste, mit 3:2 nach Sätzen besiegt.

          Im entscheidenden letzten Leg (ein Satz besteht aus maximal fünf solcher einzelner Spiele) sicherte sich die Nummer 70 der Welt Sieg und Weiterkommen mit einem Finish von 161, einer der höchstmöglichen Punktzahlen, die man mit den drei letzten Würfen erreichen kann. Maximal sind bei den Würfen auf die 1,74 Meter hoch und 2,37 Meter entfernt hängende Scheibe 170 Punkte möglich, weil der letzte Wurf auf ein Doppelfeld ausgeführt werden muss, während sonst das Dreifach-20-Feld mit 60 Punkten am wertvollsten ist.

          „Bisher bestes Spiel“

          Nachdem Hopp den letzten Wurf stilecht im 50 Punkte zählenden Bull's Eye in der Mitte der Scheibe versenkt hatte, zeigte er sich sehr stolz auf seinen bislang größten Erfolg. „Das war mein bisher bestes Spiel“, sagte er im englischen Sportsender Sky über seinen Punkteschnitt von 96,62. In Runde zwei trifft er nun am Montagabend auf den Niederländer Vincent van der Voort (live in Sport1). Die Weltmeisterschaft, bei der nur noch 32 Spieler im Rennen sind, dauert bis zum 4. Januar.

          Moment des Sieges: Max Hopp im Pfeile-Himmel

          Da sich vor Hopp bereits überraschend auch der Newcomer Sascha Stein für Runde zwei qualifiziert hatte, sind erstmals auch nach Weihnachten noch zwei deutsche Teilnehmer beim Turnier der besten Pfeilewerfer dabei. Stein steht am Samstag (live in Sport 1)  gegen Titelverteidiger Michael van Gerwen aus den Niederlanden vor einer wohl unlösbaren Aufgabe. Der dritte deutsche Starter Jyhan Artut war in Runde eins an Rekordweltmeister Phil Taylor ohne jede Siegchance gescheitert.

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