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Mavericks im Conference-Finale : Nowitzki macht das „größte Spiel der Karriere“

  • Aktualisiert am

Mit 30 Punkten bester Werfer seines Teams: Dirk Nowitzki Bild: dpa/dpaweb

Die Dallas Mavericks sind ins Endspiel der Western Conference der NBA eingezogen. Das Team von Dirk Nowitzki gewann das entscheidende siebte Playoff-Halbfinalspiel gegen die Sacramento Kings mit 112:99.

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          Mit einer Weltklasseleistung hat Dirk Nowitzki die Dallas Mavericks erstmals seit 1988 in ein Endspiel der Western Conference geführt und sich den Traum vom Gewinn des Champion-Rings bewahrt.

          Das Team des deutschen Basketball-Nationalspielers gewann am Samstag in der nordamerikanischen Profi-Liga (NBA) das entscheidende siebte Playoff-Halbfinalduell vor heimischem Publikum gegen die Sacramento Kings mit 112:99 und setzte sich in der Serie „best of seven“ mit 4:3 durch.

          Ära der Lakers beendet

          Die Mavericks treffen in der nächsten Runde auf den texanischen Rivalen San Antonio Spurs. Der NBA-Meister von 1999 hatte Titelverteidiger Los Angeles Lakers mit 4:2 ausgeschaltet. Die erste von maximal sieben Partien zwischen den beiden besten Vorrunden-Teams, die in den direkten Vergleichen der regulären Saison jeweils zwei Mal gewannen, findet am Montag bei den Spurs statt.

          Das Endspiel der Eastern Conference bestreiten die New Jersey Nets und Detroit Pistons. Nachdem sich die Nets gegen die Boston Celtics mit 4:0 durchgesetzt hatten, sicherten sich die Pistons ihr Weiterkommen bei den Philadelphia 76ers durch ein 93:89 nach Verlängerung. Der zweimalige NBA-Champion gewann die Serie mit 4:2.

          Nowitzki bester Werfer

          Mit geballten Fäusten und beide Arme gen Hallendach gestreckt, trabte Nowitzki glückstrahlend vom Parkett des American Airlines Center. Der gebürtige Würzburger hatte allen Grund zur Freude. Nicht nur, weil er nach dem Halbfinal-Aus in den beiden vorangegangenen Jahren nun endlich ins Endspiel eingezogen ist. Mit 30 Punkten war er nicht nur bester Werfer des Abends, mit 19 Rebounds konnte ihm auch in der Defensive diesmal niemand Paroli bieten.

          „In den fünf Jahren, in denen ich jetzt hier bin, habe ich mehrere große Spiele gemacht, aber das heute war mit Sicherheit das größte meiner Karriere. Es ist eine Riesensache, nun gegen die Spurs zu spielen. Ich bin überzeugt, dass wir auch sie schlagen können“, sagte Nowitzki, der in den brisantesten Phasen des nervenaufreibenden Alles-oder-nichts-Duells mit kühlem Kopf die spielentscheidenden Akzente setzte.

          Geschwinder stärkt Dirk Nowitzki

          Die „Coolness“ besaß einen Namen: Holger Geschwindner. Seinen Entdecker und Mentor hatte Nowitzki am Vortag hilferufend gebeten, umgehend nach Dallas zu kommen. „In den ersten Spielen fand ich nicht zu meinem Rhythmus, war nicht richtig ausgeschlafen, meine Würfe waren nicht gut“, begründete Nowitzki sein „SOS“.

          Geschwindner flog rechtzeitig vor der Partie ein und verhalf so seinem Schützling zur erhofften mentalen Stärke. Seine Erfolgsformel klang simpel: „Ich habe Dirk einfach nur Mut zugeredet“, berichtete Geschwindner, der zumindest bis zum ersten Spiel gegen die Spurs in Texas bleiben wird.

          „Der Druck ist gewaltig“

          Die Entscheidung gegen die Kings, an denen die Mavericks im Vorjahr mit 1:4 gescheitert waren, fiel zwischen der 39. und 44. Minute, als die Gastgeber unter anderem fünf Dreier verwandelten und von 87:82 auf 109:89 davonzogen. „Der Schlüssel zum Sieg aber war unsere solide Defense“, meinte Nowitzki, der nicht verhehlte, dass die Kings durch den Ausfall ihres verletzten Stars Chris Webber arg geschwächt waren: „Wäre er dabei gewesen, hätte die Serie anders ausgesehen“.

          Mike Bibby war bester Kings-Werfer mit 25 Punkten. Dass die Mavericks wie schon in der ersten Runde gegen die Portland Trail Blazers erneut sieben Spiele zum Weiterkommen benötigten, sieht Nowitzki mit Blick auf die Spurs-Duelle als Vor- und Nachteil an. „Es wäre gut gewesen, Kräfte zu schonen. Doch so konnten wir auch neue Playoff-Erfahrungen sammeln. Ein siebtes Playoff-Spiel ist etwas unglaubliches, was sich nicht beschreiben lässt. Der Druck ist gewaltig. Doch es macht Spaß, dafür spielen wir Basketball“.

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