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Volleyball : Traumpaar am Strand

Schlagfertig am Netz: Margareta Kozuch Bild: dpa

Deutschlands beste Volleyballspielerin Margareta Kozuch hört auf ihr Bauchgefühl. Die 29-Jährige verlässt die Halle und wechselt an den Beach.

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          Den Moment, an dem Karla Borger die Zusage von Margareta Kozuch erhielt, hat sie mit einem Freudensprung quittiert und das dazugehörige Foto in die Welt getwittert: „She said yes.“ Margareta Kozuch, bislang überragende Angreiferin des deutschen Volleyball-Nationalteams, wechselt von der Halle zum Strand und wird im kommenden Jahr gemeinsam mit Abwehrspezialistin Karla Borger als Beachvolleyball-Team um die Welt reisen. Zwar sind noch nicht alle Details geklärt, weder Standort noch Trainer. Dennoch äußerten sich die beiden Spitzensportlerinnen schon jetzt begeistert über ihre künftige Zusammenarbeit. „Karla hat mich angesprochen, und ich bin sehr glücklich darüber“, sagte Margareta Kozuch über ihren Karriere-Einschnitt.

          Die 29-Jährige absolvierte 336 Hallen-Länderspiele für Deutschland, die meisten als Kapitänin. Mit dem Nationalteam belegte die Hamburgerin zweimal den zweiten Platz bei Europameisterschaften, verpasste aber stets die Qualifikation zu Olympischen Spielen. Dafür gewann die 1,88 Meter große Diagonalangreiferin 2016 mit ihrem italienischen Verein Pomi Casalmaggiore die Champions League.

          „Offen und frei“ für eine neue Phase

          Ihren Wechsel an den Strand begründete sie damit, dass sie „offen und frei“ denke und mittlerweile in einer Phase ihrer Karriere angekommen sei, in der sie „nach Gefühl“ entscheide. Neue Angebote von Hallenteams lagen ebenfalls vor, allerdings „nichts, was mich überzeugt hat, worauf ich richtig Bock hatte“. Nachdem ihr 2007 die Bundesliga zu klein wurde und sie für Vereine in Russland, Polen, Aserbaidschan und China spielte, hat die Weltenbummlerin die großen Ligen praktisch durch. Nun freut sie sich auf eine völlig neue Aufgabe.

          Große Ziele zu verkünden, vermied sie, doch die Qualifikation für Olympia wäre sicher noch ein Herzenswunsch. Ihre bisherige Beachvolleyball-Karriere hatte ihren vorläufigen Höhepunkt in der weiblichen B-Jugend erreicht. Im Juni 2002 gewann „Maggie“, die seinerzeit noch „Kusia“ gerufen wurde, gemeinsam mit Anja Knabe-Paulsen die Hamburger Meisterschaft: „Damals konnte man noch beides parallel machen“, erinnert sie sich an die Zeit, als sie schon Jugend-Nationalspielerin war. „Nicht zu vergleichen mit der heutigen Situation. Beach hat sich extrem entwickelt.“

          In der Halle stets im Mittelpunkt: Nationalspielerin Kozuch (in der Mitte) bei der EM 2013
          In der Halle stets im Mittelpunkt: Nationalspielerin Kozuch (in der Mitte) bei der EM 2013 : Bild: Picture-Alliance

          Auch Karla Borger hatte schon früh die Bundesliga, damit aber auch die Halle verlassen. Sie spielte acht Jahre mit Britta Büthe auf hohem Niveau auf Sand. WM-Silber 2013 und EM-Bronze 2016 waren ihre größten gemeinsamen Erfolge. Weil Britta Büthe ihre Karriere beendete, war Karla Borger zur Suche nach einer neuen Mitspielerin gezwungen. Einige interessante Angebote hätten vorgelegen, doch die Zusage von Quereinsteigerin Kozuch machte die 27-Jährige glücklich: „Sie bringt einfach alles mit, was eine gute Beacherin braucht.“

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