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Mainz - Freiburg 5:0 : Befreiungsschlag im Abstiegskampf

  • Aktualisiert am

Sie können es doch noch: Fabian Gerber und seine Mainzer Kollegen vereint beim Torjubel Bild: REUTERS

Der angeschlagene SC Freiburg taumelt dem dritten Abstieg aus der Bundesliga nach 1997 und 2002 entgegen. Die Breisgauer unterlagen auch beim direkten Konkurrenten sang- und klanglos.

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          Der FSV Mainz 05 hat mit seinem höchsten Bundesligasieg den ersehnten Befreiungsschlag im Kampf gegen Abstieg geschafft und gleichzeitig dem SC Freiburg fast alle Hoffnungen auf den Klassenverbleib geraubt. Die Rheinhessen demontierten die Breisgauer am Samstag mit 5:0 Toren und feierten damit den ersten Drei-Punkte-Erfolg seit dem 20. November 2004.

          Vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion leiteten nach einer 432-minütigen Torflaute Fabian Gerber (23.) und Manuel Friedrich mit einem Doppelpack binnen 180 Sekunden den siebten Saisonsieg ein. Christof Babatz per Foulelfmeter (43.), Toni da Silva (71.) und der eingewechselte Michael Thurk (81.) legten nach.

          Die Angst legte sich

          Der Tabellenvorletzte Freiburg wartet dagegen seit 498 Minuten auf einen Torerfolg. Allerdings sah es in der Anfangsviertelstunde nicht unbedingt nach einem Sieg der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp aus. Denn die nach der 0:7-Pokalpleite gegen Bayern München auf sechs Positionen veränderten Freiburger nahmen überraschend das Heft in die Hand.

          Mainz agierte ängstlich, vom sonst gewohnten Schwung vor heimischer Kulisse war erst einmal nichts zu sehen. In der 13. Minute parierte Keeper Dimo Wache einen Schuß von Ellery Cairo. Auf der Gegenseite tauchten zwar auch die Mainzer vor dem wieder in den Kasten zurückgekehrten SC-Kapitän Richard Golz auf. Richtig gefährlich wurde es allerdings nicht.

          Gerber nahm Maß

          Umso überraschender das 1:0: Aus 28 Metern nahm Gerber bei seinem 4. Saisontreffer und dem ersten Mainzer Tor seit dem 29. Januar (1:2 gegen Hamburger SV) Maß und brach den Bann. Nur 180 Sekunden später vollendete Friedrich einen sehenswerten Doppelpaß mit Babatz. Kurz vor der Pause beseitigte Vorbereiter Babatz mit einem satten Strafstoß in den Winkel nach einem Foul von Freiburgs Youssef Mohamad alle Zweifel am lang ersehnten Sieg der Hinrunden-Überraschungsmannschaft.

          Freiburgs Coach Volker Finke brachte nach der Pause in Alexander Iaschwili einen weiteren Angreifer. Der Erfolg blieb trotz einiger Chancen allerdings aus. Denn sowohl gegen Dennis Kruppke (64.) als auch gegen Cairo vier Minuten später glänzte FSV-Torwart Wache. Auf der Gegenseite traf der unermüdliche Conor Casey nur das Außennetz (57.), Torschütze Gerber verpaßte in der 64. Minute eine maßgerechte Casey-Hereingabe. Nicht nehmen ließen sich indes da Silva und Thurk ihre Chancen.

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