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Stille Welt durch Corona : Der Sportfreund und der Blick in das Nichts

Das war mal was. Das Spiel. Die Spieler. Die Fans. Die Emotionen. Nun ist da nur noch: nichts. Bild: Picture-Alliance

Viel Zeit haben – und den liebsten Zeitvertreib nicht mehr: Das ist hart. Es geht nicht nur um das Entertainment. Sport strukturiert den Alltag. Der Freund des Sports muss nun die Leere aushalten. Und der Marathon hat gerade begonnen.

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          Am schlimmsten sind die Samstage. Woran erkennt man sie noch? Dem, der immer zu Hause ist, wird die Woche konturlos. Sie hat keinen richtigen Anfang, kein richtiges Ende mehr. Vor Corona fühlte sich jeder Tag ein wenig anders an. Jetzt verliert sich das nach und nach, vor allem das Samstagsgefühl. Dieser Tag hatte vielleicht mehr als jeder andere der Woche etwas ganz Eigenes, sogar einen eigenen Sound. Gerade an klaren Frühlingstagen konnte man ihn durch offene Fenster und Gärten hereinwehen hören. Den Sound des Fußballs.

          Christian Eichler
          Sportkorrespondent in München.

          Die Torschreie und Wortlawinen der Reporter, grundiert vom Klangkörper Zehntausender Stadionbesucher – dieses Klanggemälde aus unzähligen Radios gehört gerade im Frühling, wenn die Bundesliga in ihre finalen Wochen geht, zum Soundtrack der Samstags-Republik. Das stimmliche Dramatisieren des Banalen, das Millionen Hörer in seinen Bann schlägt, ist Erzählkunst in Echtzeit und höchster Verdichtung. Sie vermag etwas Reales, Bildhaftes, aber Unsichtbares in Wort und Stimme zu verwandeln und in der Phantasie des Zuhörers in Bilder zurückzuverwandeln. So erschafft sie den Klang des Wochenendes, die Musik eines sorglosen Alltags.

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