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Düsteres Bild in Doha : Warum die Leichtathletik einen neuen Tiefpunkt erreicht hat

Der lediglich des Dpoings verdächtige Christian Coleman (rechts) verhindert den Sieg des zweimal gesperrten Justin Gatlin (2. von rechts). Bild: AFP

Der schnellste Mann der Welt rennt einer Doping-Sperre davon. Läufer kollabieren, Ränge bleiben leer, weil die WM in die Wüste verkauft wurde. So ruiniert ein Sport sich selbst.

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          Der Abend, an dem bei der Weltmeisterschaft in Doha der schnellste Mann der Welt gekürt wurde, hatte auch positive Seiten. Die Licht-Show vor dem Start etwa. Da wurde nach zehn Uhr am Abend die Bahn mit goldenem Licht überzogen, da wurde bei suggestiver Synthesizerbegleitung der Name eines jeden Finalisten auf die Bahnen projiziert. Das sollte es öfter geben, finden Fans und Athleten. Und: Christian Coleman hat mit seinem Sieg am Samstagabend verhindert, dass der zwei Mal wegen Dopings gesperrte Justin Gatlin weiterhin Weltmeister und damit die Nummer eins des Sprints ist.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Gatlin brauchte nur 9,89 Sekunden bis ins Ziel; das ist richtig schnell, schneller, als sechs der acht schnellsten Männer der Welt rannten, die es in den Endlauf geschafft hatten. Und es ist geradezu wundersam, wenn man bedenkt, dass Gatlin, Olympiasieger von Athen 2004 und Weltmeister von Helsinki 2005 und London 2017, seit Februar 37 Jahre alt ist. Ans Ende seiner Karriere denke er nicht, sagte er nach dem Rennen. Er werde sich auf die Olympischen Spiele im nächsten Jahr konzentrieren.

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