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Schäfer sagt WM-Start ab : Dem Körper die nötige Ruhe geben

  • Aktualisiert am

Carolin Schäfer: „Ich weiß, es ist die richtige Entscheidung, um meinem Körper die nötige Ruhe zu geben.“ Bild: dpa

Das Lazarett in der internationalen Leichtathletik wird größer: Siebenkämpferin Schäfer muss sich schonen. Auch Läuferin Klosterhalfen hat eine Konkurrentin weniger.

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          Siebenkämpferin Carolin Schäfer hat ihren Start bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha/Qatar (27. September bis 6. Oktober) abgesagt. Wie der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) mitteilte, könne die WM-Zweite von der LG Eintracht Frankfurt wegen Kniebeschwerden nicht in den Medaillenkampf eingreifen. „Ich weiß, es ist die richtige Entscheidung, um meinem Körper die nötige Ruhe zu geben und mich mit voller Kraft auf die Olympischen Spiele vorzubereiten“, sagte die 27-jährige Mehrkämpferin mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio 2020. Damit wird keine deutsche Siebenkämpferin in Doha sein. „Ich danke trotzdem meinem medizinischen und physiotherapeutischen Team, das bis zum Schluss sein Bestmögliches gegeben hat, um mich doch noch rechtzeitig fit zu bekommen“, erklärte Schäfer.

          Wegen einer akuten Lungenentzündung muss auch Dreispringerin Neele Eckhardt aus Göttingen auf ihre WM-Teilnahme verzichten. „Zum Glück wurde die Erkrankung dieses Mal frühzeitig erkrankt, sodass ich das Krankenhaus schon wieder verlassen konnte“, sagte sie. Bereits im vergangenen Winter war die 27-Jährige an einer Lungenentzündung erkrankt. „Es ist sehr bedauerlich, dass Carolin Schäfer und Neele Eckhardt aus Verletzungs- und Gesundheitsgründen ihren WM-Start absagen müssen. Beiden wünschen wir gute Genesung“, wird Chef-Bundestrainer Alexander Stolpe vom DLV zitiert.

          Die Reihe der prominenten Ausfälle ist somit noch länger geworden. Ihren WM-Start bereits abgesagt haben der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl sowie die EM-Zweite im Hürdensprint, Pamela Dutkiewicz. Passen mussten ebenso ihr Disziplinkollege Gregor Traber sowie die Dreispringer Max Heß, Europameister von 2016, und Kristin Gierisch. Auch Zehnkampf-Europameister Arthur Abele und der WM-Zweite Rico Freimuth hatten ihre aktuelle Saison wegen Verletzungen vorzeitig beenden müssen.

          Auch die EM-Dritte im Hochsprung, Marie-Laurence Jungfleisch, kann in Doha nicht springen. Als Ersatz hat der DLV immerhin die 22 Jahre alte Hochspringerin Christina Honsel nachträglich für einen Einsatz in Doha nachnominiert. „Ich kann es noch gar nicht glauben“, so die hocherfreute 22-Jährige, die ihre Bestleistung in diesem Jahr bereits auf 1,92 Meter steigerte. Das deutsche WM-Team umfasst damit 70 Athleten.

          Eine Konkurrentin weniger für Klosterhalfen

          Lauf-Ass Konstanze Klosterhalfen hat dagegen eine mögliche starke Konkurrentin weniger. Die Äthiopierin Genzebe Dibaba, Weltrekordlerin über 1500 Meter und Weltmeisterin von 2015, sagte ihren Start aufgrund einer Fußverletzung ab. Das teilte die 28-Jährige bei Instagram mit. Klosterhalfen, deutsche Meisterin über 5000 Meter, hat noch nicht entschieden, über welche Distanz sie in Qatar an den Start gehen wird. Die 22-Jährige hatte bei den Titelkämpfen in Berlin Anfang August einen deutschen Rekord über die lange Strecke aufgestellt.

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