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Leichtathletik-WM : Van Niekerk erfüllt die Erwartungen

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Der neue Star der Laufbahn: Wayde Van Niekerk aus Südafrika Bild: AP

Der erste Schritt zum Double gelingt Wayde van Niekerk souverän. Über 400 Meter ist der Südafrikaner nicht zu schlagen – auch weil ein Konkurrent unter Quarantäne gestellt wird.

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          Der Südafrikaner Wayde van Niekerk hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London den ersten Schritt zum Double gemacht. Der favorisierte Olympiasieger gewann am Dienstagabend Gold über 400 Meter und verteidigte damit auch seinen Titel von Peking 2015. Er will nun am Donnerstag auch noch über 200 Meter triumphieren. Der 25-Jährige siegte überlegen in 43,98 Sekunden, blieb dabei allerdings deutlich über seinem Weltrekord von 43,03, den er bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro aufgestellt hatte. Zweiter wurde Steven Gardiner von den Bahamas in 44,41 vor Abdalelah Haroun aus Katar (44,88).

          Sein größter Rivale Isaac Makwala aus Botswana musste wegen eines Magen-Darms-Virus, der bei der WM unter einigen Athleten kursiert, auf Anweisung des Weltverbandes IAAF auf einen Start verzichten. Der 400-Meter-Läufer wollte nach eigenen Angaben dennoch laufen, die IAAF betonte, er sei 48 Stunden unter Quarantäne gestellt, die erst am Mittwoch 14.00 Uhr Ortszeit endet.

          48 Stunden unter Quarantäne zur falschen Zeit: Weltklasse-Sprinter Isaac Makwala ist am Magen-Darm-Virus erkrankt

          Die 48-stündige Quarantäne schreibt das britische Gesundheitsrecht zwingend vor. Makwala müsse wegen der ansteckenden Krankheit auf seinem Hotelzimmer bleiben. Der Sprinter war am Dienstag schon am Olympiastadion, wurde aber zurückgewiesen. Wegen der Erkrankung hatte Makwala am Montag bereits die Vorläufe über 200 Meter verpasst.

          Überraschungssieger über 800 Meter

          Über die doppelte Stadionrunde setzte sich überraschend der Franzose Pierre-Ambroise Bosse in 1:44,67 Minuten durch. Es war sein erster großer Titel. Adam Kszczot aus Polen dank eines fulminanten Endspurts und dem Kenianer Kipyegon Bett blieben in 1:44,95 und 1:45,21 Minuten Silber und Bronze.

          Olympiasieger Conseslus Kipruto hat unterdessen seinen Landsmann Ezekiel Kemboi entthront und ist neuer Weltmeister über 3000 Meter Hindernis. Der Kenianer erkämpfte sich den Titel in 8:14,12 Minuten. Silber gewann der Marokkaner Soufiane El-Bakkali in 8:14,49 vor dem Amerikaner Evan Jager (8:15,53). Kemboi wurde diesmal nur Elfter; zuvor war der 35-Jährige vier Mal in Serie - von 2009 bis 2015 - Weltmeister geworden.

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