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Leichtathletik-WM : Sailer kommt nicht in Schwung

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Verena Sailer nach dem Aus im Vorlauf: „Damit kann ich wirklich nicht zufrieden sein“ Bild: dpa

Bei den ersten Entscheidungen des zweiten Tages spielen die Deutschen keine Rolle. Doch auch die Sprinterinnen um Verena Sailer laufen ihren Ansprüchen hinterher.

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          Dass der 100-Meter-Endlauf bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking ohne deutsche Sprinterinnen stattfindet, ist keine Überraschung - dass es aber nicht mal zum Einzug ins Halbfinale reicht, konnte so nicht erwartet werden. In den Vorläufen verpasste am Sonntag das komplette deutsche Trio den Sprung in die nächste Runde. Die frühere Europameisterin Verena Sailer (Mannheim) war nach ihren 11,41 Sekunden und Platz 30 am meisten enttäuscht. „Damit kann ich wirklich nicht zufrieden sein“, sagte die 29-Jährige, die in dieser Saison schon 11,10 Sekunden gesprintet war: „Ich kann es mir einfach nicht erklären.“

          Nur eine Hundertstelsekunde fehlte dagegen der WM-Debütantin Rebekka Haase vom LV 90 Erzgebirge. Sie wurde in 11,29 Sekunden Fünfte ihres Vorlaufs und schied als 25. nur hauchdünn aus. „Das ist keine Enttäuschung für mich. Ich kann mit meinem ersten WM-Auftritt zufrieden sein“, meinte Rebekka Haase und blickte schon weiter: „Wir haben ja noch die Staffel - und die wird mit Sicherheit gut.“

          Auch Gina Lückenkemper (LAZ Soest), mit 18 Jahren die Jüngste im deutschen WM-Team, war mit ihrer Zeit (11,34) und Platz 28 zufrieden. Die U-20-Europameisterin sogar. „Es hat Spaß gemacht. Das Stadion ist gigantisch.“ Vorlauf-Beste waren mit jeweils 10,88 Sekunden die Amerikanerin Tori Bowie und Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika. Die Halbfinals finden am Montag (13.40 Uhr MESZ) statt.

          Spanier López holt Gold im Gehen

          Der Spanier Miguel Ángel López hat am Morgen die erste Goldmedaille für das Gastgeberland China verhindert. Der Europameister gewann das 20 Kilometer Gehen in 1:19:14 Stunden vor dem lange Zeit führenden Chinesen Zhen Wang (1:19:29). Dritter wurde überraschend der Kanadier Benjamin Thorne in der nationalen Rekordzeit von 1:19:57 Stunden. Die drei deutschen Starter Hagen Pohle (1:22:29), Nils Brembach (1:25:21) und Christopher Linke (1:26:10) belegten die Plätze 19, 35 und 39.

          Weltmeister Miguel Angel Lopez: „Der größte Tag in meinem Leben“

          Der 27 Jahre alte López übernahm erst zwei Kilometer vor dem Ziel die Führung. „Das ist der größte Moment in meinem Leben“, sagte er im Ziel. Für den Olympia-Dritten Wang bedeutete der zweite Platz die erste Niederlage seit Mai 2014. Trotz der hohen Erwartungen in seiner Heimat und der noch verlorenen Führung in diesem Rennen wurde der 28-Jährige bei seiner Zielankunft im Olympiastadion lautstark gefeiert. Gehen ist in Asien und speziell in China deutlich populärer als in den meisten europäischen Ländern.

          Fajdek erneut Hammerwurf-Weltmeister

          Hammerwerfer Pawel Fajdek verteidigte erfolgreich seinen WM-Titel. Der 26 Jahre alte Pole siegte am Sonntag mit 80,88 Metern vor dem Tadschiken Dilschod Nazarow sowie Fajdeks polnischem Landsmann Wojciech Nowicki. Beide warfen 78,55 Meter weit, Silber ging jedoch aufgrund der besseren weiteren Versuche an Nazarow. Olympiasieger Krisztian Pars aus Ungarn wurde mit 77,32 Metern nur Vierter.

          Der früher einmal für Deutschland gestartete Russe Sergej Litwinow verpasste als Fünfter mit 77,24 Metern ebenfalls nur knapp die Bronzemedaille. Deutsche Werfer hatten sich nicht für diese WM qualifiziert.

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