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Leichtathletik-WM : Mo Farah gewinnt Heimspiel über 10.000 Meter

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Mo Farah siegte in der Weltjahresbestzeit von 26:49,51 Minuten. Bild: AFP

Der Brite Mo Farah hat bei der Leichtathletik-WM in London das Finale über 10.000 Meter gewonnen. Im Diskuswerfen erreicht Robert Harting die Finalrunde. Auch das 1500-Meter-Halbfinale der Frauen findet mit deutscher Beteiligung statt.

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          Der britische Läufer-Star Mo Farah hat die erste Goldmedaille der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London gewonnen. Über 10.000 Meter holte der gebürtige Somalier am Freitagabend seinen sechsten WM-Titel. Der 34 Jahre alte Farah siegte vor 60.000 begeisterten Zuschauern im Olympiastadion in der Weltjahresbestzeit von 26:49,51 Minuten vor Joshua Kiprui Forte aus Uganda (26:49,94) und dem kenianischen Olympia-Zweiten Paul Tanui (26:50,60).

          Farah hatte bei den Olympischen Spielen 2012 und 2016 sowie bei den Weltmeisterschaften 2013 und 2015 jeweils über 5000 und 10.000 Meter gesiegt. Auch zum Abschluss seiner Bahnkarriere peilt er das Double an, danach will er sich auf den Marathon konzentrieren. Noch erfolgreicher als Farah über die 10.000 Meter waren die Äthiopier Haile Gebrselassie (1993 bis 1999) und Kenenisa Bekele (2003 bis 2009) mit vier Titeln. Ein deutscher Teilnehmer war in London über 10.000 Meter nicht am Start.

          Olympiasieger Robert Harting hatte zuvor im Diskuswerfen das Finale erreicht. Mit 65,32 Metern übertraf der 32 Jahre alte Berliner am Freitagabend im ersten Versuch die geforderte Qualifikationsweite von 64,50 Metern. Der dreimalige Weltmeister kämpft am Samstag im Finale um eine Medaille.

          Sein Bruder Christoph, Olympiasieger von 2016, war in der nationalen WM-Ausscheidung gescheitert und konnte sich den Diskus-Wettkampf nur von der Tribüne anschauen. Ebenfalls mit dem ersten Versuch qualifizierte sich der polnische Titelverteidiger Piotr Malachowski, der 65,13 Meter weit warf, für den Endkampf.

          Beim 1500-Meter-Lauf schaffte es die deutsche Hoffnungsträgerin Konstanze Klosterhalfen ins Halbfinale. Die 20 Jahre alte U23-Europameisterin aus Leverkusen wurde in ihrem Vorlauf in 4:03,60 Minuten Sechste. Hanna Klein aus Schorndorf, die ebenso wie Klosterhalfen ihr WM-Debüt gab, erreichte in 4:09,32 Minuten ebenfalls das Semifinale der besten 24 Läuferinnen an diesem Samstag (20.35 Uhr ARD und Eurosport).

          Robert Harting freut sich über seinen Wurf über 65,32 Meter, der ihm die Qualifikation sichert.

          Beim Diamond-League-Meeting Mitte Juni in Rom hatte Klosterhalfen in 3:59,30 Minuten als erste deutsche Läuferin seit 30 Jahren die prestigeträchtige Vier-Minuten-Marke unterboten.

          Für die beste Vorlaufzeit in London sorgte Titelverteidigerin Genzebe Dibaba. Die Äthiopierin gewann ihr Rennen in 4:02,67 Minuten vor der überraschend schnellen 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya aus Südafrika in 4:02,84 Minuten.

          Usain Bolt mit mäßigem Start

          Supersprinter Usain Bolt hat bei seiner letzten WM-Teilnahme einen mäßigen Start hingelegt. Der 30-Jährige aus Jamaika gewann seinen 100-Meter-Vorlauf zwar locker in 10,07 Sekunden – doch immerhin sieben Konkurrenten waren
          zum Auftakt schneller als der Titelverteidiger.

          Der deutsche Meister und Rekordhalter Julian Reus verpasste das Halbfinale am Samstag (20.05 Uhr). In schwachen 10,25 Sekunden wurde der 27-jährige Wattenscheider in seinem Rennen Sechster und kam insgesamt nur auf den 26. Rang. Vorlauf-Bester war Bolts Landsmann Julian Forte in 9,99 Sekunden.

          Konstanze Klosterhalfen (Mitte) wurde in ihrem Vorlauf Sechste.

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