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Leichtathletik-WM : Die Wagenburg der Konstanze Klosterhalfen

„Ich weiß, dass all das meine Gruppe nicht betrifft“: Konstanze Klosterhalfen Bild: dpa

Wo bleibt das Positive? Die Läuferin Konstanze Klosterhalfen ist durch die WM-Medaille in der Weltspitze angekommen. Das ist ihr und ihrem Umfeld wichtiger als die Methoden des Mentors.

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          Schwierige Frage. Hätte die angehende Sportjournalistin Konstanze Klosterhalfen der Athletin Konstanze Klosterhalfen dieselben Fragen gestellt, die ihr die Sportjournalisten in Doha stellten? Unausgesprochene Antwort: nein. Ausgesprochene Antwort, nachdem sie im Weltmeisterschaftsrennen über 5000 Meter Dritte geworden war und die Bronzemedaille gewonnen hatte: „Ich hoffe, dass ich mich ein bisschen mehr auf die positiven Nachrichten konzentrieren kann, als mich immer, wie die meisten, auf die negativen zu stürzen.“

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Der Wunsch nach einem Sport, der nichts als Freude macht, und die Wirklichkeit eines in vielerlei Hinsicht kompromittierten Gewerbes klafften auch in Doha weit auseinander. Dort ging am Sonntag nach zehn langen Tagen die Leichtathletik-Weltmeisterschaft zu Ende. Im Raum dazwischen: die gerade 22 Jahre alte Läuferin aus dem Dorf Bockeroth bei Königswinter in der Nähe von Bonn. In der Nacht auf Dienstag wurde Alberto Salazar für vier Jahre vom Sport ausgeschlossen, der Kopf des Nike Oregon Projects, dem sich die mit schier unglaublichem Talent gesegnete Konstanze Klosterhalfen im November 2018 angeschlossen hat. Vier Tage später wollte die junge Läuferin ihr Jahr, in dem sie sechs deutsche Rekorde verbessert hat, mit dem Gewinn ihrer ersten Weltmeisterschafts-Medaille krönen.

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