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Leichtathletik-WM : Gold im Speerwerfen für Molitor

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Zum Abschluss Gold für Deutschland: Katharina Molitor Bild: dpa

Sie führt die Kölner Bestenlisten im Ballwurf an und spielt Volleyball in der zweiten Bundesliga. Doch seit heute ist Katharina Molitor vor allem Weltmeisterin im Speerwerfen.

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          Ihr Speer flog eine halbe Ewigkeit durch die Luft, dann landete er schließlich bei 67,69 Meter: Persönlicher Rekord, Jahresweltbestleistung und vor allem der weiteste Wurf des Wettbewerbs: Weltmeisterin.  Katharina Molitor hatte mit dem letzten Versuch alle übertrumpft. Der 31 Jahre alte Leverkusenerin gelang bei den Leichtathletik-Titelkämpfen in Peking der größte Coup ihrer Karriere

          Mit dem letzten Wurf zu Gold: Katharina Molitor

          Sie übertrumpfte die Chinesin Huihui Lyu, die SIlber gewann (66,13). Bronze ging an die Südafrikanerin Sunette Viljoen (65,79). Eine der ersten Gratulantinnen war Titelverteidigerin Christina Obergföll aus Offenburg, die diesmal Vierte wurde. Obergföll zeigte 14 Monate nach der Geburt ihres Sohnes Marlon mit 64,61 Metern eine persönliche Saisonbestweite, für eine Medaille reichte es diesmal aber nicht.

          Sie spielt noch Volleyball in der zweiten Liga

          Für Molitor war es nicht nur der erste internationale Titel, sondern auch die erste Medaille auf großer Bühne. Im Juni 1997 hatte sie beim Ballwurf eine Weite von 52 Metern erzielt, mit der sie noch heute die Bestenlisten im Kreis Köln bei den Schülerinnen anführt. Bei den Erwachsenen war sie 2010 und 2015 deutsche Meisterin, die vielseitig begabte Sportlerin spielt aber auch noch Volleyball für Bayer Leverkusen in der zweiten Bundesliga.

          Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Barbora Spotakova aus Tschechien, die im vergangenen Jahr nach ihrer Babypause gleich wieder Europameisterin geworden war, hatte mit 60,08 Metern überraschend den Endkampf der besten Acht verpasst. Christin Hussong (Zweibrücken) wurde bei ihrem WM-Debüt Sechste. Die frühere Europameisterin Linda Stahl (Leverkusen) enttäuschte als Zehnte.

          Christina Obergföll wirft Saisonbestleistung: Platz 4

          In einem unterhaltsamen Finale kamen die Teilnehmerinnen alle zunächst schwer in Schwung, dann gab es immer wieder Führungswechsel. Ehe am Ende Molitor, die Bronze zu diesem Zeitpunkt schon sicher hatte, alle übertraf und sich von Platz drei nach vorne schob. „Ich weiß auch nicht, was da gerade passiert ist“  staunte ihr Trainer Helge Zöllkau im ZDF-Interview. Vor fünf Jahren hatte er schon Stahl zur Europameisterin gemacht. Nun ist Molitor die dritte deutsche Speer-Weltmeisterin nach Steffi Nerius (2009) und Christina Obergföll (2015).

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