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Leichtathletik-WM : Hochsprung-Gold nach Verlängerung

  • Aktualisiert am

Lattenbeschwörer: Bei Derek Drouin bleibt sie liegen - Weltmeister Bild: dpa

Jamaikas Frauen und Amerikas Männer gewinnen die letzten von 47 Gold-Medaillen. Kenias Asbel Kiprop wird zum dritten Mal Weltmeister. Und im Hochsprung entscheidet ein Stechen.

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          Mit den Entscheidungen in den Langstaffeln über 4x400-Meter sind die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking am Sonntag zu Ende gegangen. Bei den Frauen setzten sich im Schlussspurt noch die Jamaikanerinnen durch. Danach konterten die Amerikaner und gewannen den letzten von 47 Wettbewerben.

          Nach der Vorarbeit von Christina Day, Shericka Jackson, Stephenie Ann McPherson fing Novlene Williams-Mill in 3:19,13 Minuten auf den letzten Metern die favorisierten Amerikanerinnen um Rekord-Weltmeisterin Allyson Felix (3:19,44) noch ab. Bronze ging an Großbritannien (3:23,62).

          Und wieder gewinnt Jamaika: Novlene Williams-Mills übersprintet Francena McCorory

          Bei den Männern gelang dem amerikanischen Team mit David Verburg, Tony McQuay, Bryshon Nellum und LaShawn Merritt nur wenige Minuten später die Revanche. Die Amerikaner siegten in der Weltjahresbestzeit von 2:57,82 Minuten vor Trinidad & Tobago (2:58,20) und Großbritannien (2:58,51). Jamaika war in diesem Rennen zwar zeitgleich mit den Briten, fiel aber nach der Auswertung des Zielfotos noch auf Platz vier zurück.

          Stechen im Hochsprung

          Besonders spannend entwickelte sich das Finale der Hochspringer. Nachdem drei Männer alle Höhen im Gleichklang gemeistert hatten, dann aber an 2,36 Meter scheiterten, mussten sie im Stechen die Goldmedaille unter sich ausmachen. Da das Trio 2,36 Meter immer noch nicht schaffte, wurde die Höhe reduziert. Am Ende gewann der Kanadier Derek Drouin mit 2,34 Meter vor dem umjubelten Chinesen Guowei Zhang und Titelverteidiger Alexander Bondarenko, die beide 2,33 Meter meisterten und sich Silber teilten.

          Der Weltjahresbeste und WM-Zweite von 2013, Mutaz Essa Barshim (Katar), wurde mit der gleichen Höhe Vierter. Der Hannoveraner Eike Onnen erreichte im WM-Finale nur den zwölften Platz (2,25 Meter). In der Qualifikation hatte der WM-Siebte von 2007 noch 2,31 Meter überquert.

          Schneller als der Blitz: flinke Beine über 5000 Meter

          Die Äthiopierin Genzebe Dibaba hat ihren erhofften zweiten Titelgewinnen bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking klar verpasst. Fünf Tage nach ihrem 1500-Meter-Erfolg wurde die 24-Jährige am Sonntag über 5000 Meter nur Dritte hinter ihren beiden Teamkolleginnen Almaz Ayana und Senbere Teferi.

          Die Weltjahresbeste Ayana stellte in 14:26,83 Minuten sogar einen WM-Rekord auf. Gemeinsam mit Dibaba hatte sich die 23-Jährige frühzeitig vom Rest des Feldes abgesetzt. Vier Runden vor Schluss lief sie dann auch noch der großen Favoritin davon. Dibaba (14:44,14) wurde auf den letzten Metern sogar noch von Teferi (14:44,07) überholt.

          Mister 1500 Meter: Asbel Kiprop

          Der Kenianer Asbel Kiprop ist zum dritten Mal nacheinander Weltmeister über 1500 Meter geworden. Der 26-Jährige gewann in 3:34,41 Minuten vor seinem Landsmann Elijah Manangoi (3:34,63) und dem Marokkaner Abdalaati Iguider (3:34,67).

          Mit diesem Erfolg steht Kiprop in der WM-Geschichte nun in einer Reihe mit Lauflegenden wie Noureddine Morceli und Hicham El Guerrouj. Der Marokkaner El Guerrouj holte den Titel von 1997 bis 2003 sogar viermal in Serie.

          „Es war eine absolut spektakuläre WM“, sagte der neue IAAF-Präsident Sebastian Coe zum Abschluss der WM in Peking. Nach neun Wettkampftagen gingen die Welttitelkämpfe mit einer bunten Abschlussfeier zu Ende.

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