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Leichtathletik-WM : „Gesa wird nicht als gescheiterte Existenz enden“

Strahlende Medaillengewinnerin: Gesa Felicitas Krause in Doha Bild: dpa

Abermals Weltklasse über 3000 Meter Hindernis: Wolfgang Heinig, Trainer von Gesa Krause, spricht nach dem Gewinn der WM-Bronzemedaille in Doha über die ungleiche Bezahlung in Fußball und Leichtathletik, die richtige Form von Autorität und den schweren Weg zu Olympia.

          4 Min.

          Wolfgang Heinig, 68 Jahre alt, ist Trainer von Gesa Krause. Ihren dritten Platz bei der Weltmeisterschaft von Doha über 3000 Meter Hindernis vom Montagabend betrachtet er, wie die Bronzemedaille der WM von Peking 2015 sowie die Europameistertitel von 2016 und 2018, als Etappe auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Heinig betreute die Marathonläuferin Kathrin Dörre, die bei den Olympischen Spielen von Seoul und bei der ersten Weltmeisterschaft, 1991 in Tokio, Dritte wurde. Die beiden heirateten nach dem Fall der Mauer und zogen aus Leipzig in den Odenwald. Sie gewann 24 Marathonläufe, die von London, Osaka und Frankfurt je drei Mal, und betreut heute als Bundestrainerin unter anderem ihre gemeinsame Tochter Katharina. Heinig ist vor zwei Jahren als Bundestrainer in Pension gegangen.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Sie haben oft gesagt, junge Leute wollten sich nicht mehr quälen. Ist Gesa Krause, die zum zweiten Mal die Bronzemedaille bei einer Weltmeisterschaft gewonnen hat, die große Ausnahme? Ist ihre Bereitschaft zur Leistung und zur Qual ihr großes Talent?

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