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Leichtathletik-WM in Peking : Gatlin läuft Bestzeit

  • Aktualisiert am

Kritischer Blick trotz guter Vorlauf-Zeit: Justin Gatlin Bild: AFP

Justin Gatlin sprintet die schnellste Zeit über 100 Meter - freilich nur in den Vorläufen. Usain Bolt joggt ins Ziel. In der Stabhochsprung-Qualifikation machte es Titelverteidiger Raphael Holzdeppe sehr spannend.

          Mit Vorlauf-Bestzeit ist der amerikanische Sprinter Justin Gatlin bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking ins 100-Meter-Halbfinale gestürmt. Der 33-Jährige hielt am Samstag in starken 9,83 Sekunden seinen großen Rivalen Usain Bolt im ersten WM-Duell klar auf Distanz. Der Titelverteidiger aus Jamaika wurde in 9,96 Sekunden Fünfter aller Vorläufe.

          „Ich wollte schon mal den Ton angeben. Es wäre mir eine Ehre, morgen zusammen mit Usain Bolt eines der aufregendsten Rennen hinzulegen“, meinte Gatlin, der im Gegensatz zu Weltrekordler Bolt Rückenwind hatte. Der Jamaikaner verfolgte den Lauf seines Rivalen in den Katakomben des Olympiastadions von 2008. „Ich weiß, dass Gatlin sehr leicht duchgekommen ist - aber es ist, wie es ist“, meinte Bolt. „Ich mache mir keine Sorgen.“

          Haushoch überlegen: Usain Bolt in seinem Vorlauf

          Der deutsche Rekordhalter Julian Reus vom TV Wattenscheid qualifizierte sich als Dritter seines Vorlaufs in 10,14 Sekunden direkt für das Halbfinale am Sonntag. „Ich hab' das gemacht, was ich kann. Das war ein sehr guter Lauf, ist einfach super“, sagte er im ZDF. Sven Knipphals vom VfL Wolfsburg schied dagegen aus.

          Holzdeppe mit viel Mühe

          Stabhochspringer Raphael Holzdeppe hat mit viel Mühe das Finale der besten 16 am Montag erreicht. Der Weltmeister von 2013 meisterte am Samstag in der Qualifikation seine Einstiegshöhe von 5,70 Metern erst im dritten Versuch. Sein Teamkollege Tobias Scherbarth erreichte mit den geforderten 5,70 Metern ebenfalls das Finale. Der dritte deutsche Springer, Carlo Paech, schied dagegen mit 5,65 Metern aus.

          Mit einer bunten und stimmungsvollen Stadion-Show sind zuvor die 15. Leichtathletik-Weltmeisterschaften eröffnet worden. Sieben Jahre nach den Olympischen Spielen ist das Land der Mitte erneut Gastgeber einer der größten internationalen Sportveranstaltung. Zur Begrüßung sprach auch Chinas Staatspräsident Xi Jinping; unter den Ehrengästen war IOC-Präsident Thomas Bach.

          An den neun Wettkampftagen bis zum 31. August stehen noch 46 Entscheidungen auf dem Programm; erster Weltmeister der Titelkämpfe wurde am Vormittag Marathonläufer Ghirmay Ghebreslassie aus Eritrea.

          Lässige Favoriten: Raphael Holzdeppe (r.) und Renaud Lavillenie

          Insgesamt 1931 Athleten aus 207 der 214 IAAF-Mitgliedsländer kämpfen um die Medaillen. Damit wurde der bisherige WM-Teilnehmerrekord übertroffen. Das deutsche Team tritt mit 66 Athleten an - unter ihnen sind drei Moskau-Weltmeister von 2013.

          800-Meter-Läufer Schembera ausgeschieden

          Der deutsche 800-Meter-Läufer Robin Schembera ist in Peking bereits nach den Vorläufen ausgeschieden. Der 26-Jährige aus Leverkusen wurde am Samstag in 1:48,04 Minuten nur Vierter seines Rennens. „Ich bin nicht zufrieden mit meinem Lauf. Das war nicht Fisch und nicht Fleisch“, meinte Schembera.

          Allerdings war der frühere Junioren-Europameister nach zahlreichen Rückschlägen und Verletzungsproblemen in den vergangenen Jahren auch froh, sich überhaupt für diese WM qualifiziert zu haben. „Ich habe das hier nur genossen, das kam genau richtig ein Jahr vor Olympia“, sagte er. „Mehr Wettkampfhärte und mehr internationales Parkett - das braucht man in der vorolympischen Saison.“

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