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Diamond League : Der nächste Rekordlauf der Konstanze Klosterhalfen

„Es war windig da draußen, aber ich bin trotzdem eine gute Zeit gelaufen und überglücklich“: Konstanze Klosterhalfen Bild: dpa

Sie hat es schon wieder getan. In der Diamond League gelingt Konstanze Klosterhalfen eine deutsche Bestmarke. Der alte Rekord über die Meile wurde vor 34 Jahren in Zürich aufgestellt.

          Sie hat es schon wieder getan. Konstanze Klosterhalfen, seit Anfang des Jahres im Zeichen des Oregon Project des Sportartikelherstellers Nike unterwegs, hat in Birmingham den nächsten deutschen Rekord in ihren Besitz gebracht. Beim elften Sportfest der Diamond League des Jahres in Birmingham gewann sie am Sonntag das Rennen über die Meile in 4:21,11 Minuten, ihr erster Sieg in der ersten Liga der Leichtathletik. Die 22 Jahre alte Rheinländerin unterbot damit die Bestzeit von 4:21,59 Minuten, die Ulrike Bruns vom Armeesportklub Vorwärts Potsdam, Olympia-Dritte über 1500 Meter von Montreal 1976, vor 34 Jahren in Zürich aufstellte.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          In der Halle hatte Konstanze Klosterhalfen bereits im Februar in New York die Distanz in 4:19,98 Minuten hinter sich gebracht; würde auch diese Leistung als solcher geführt, hielte sie sechs deutsche Rekorde. Die spindeldürre Läuferin hat in diesem Jahr bereits die Rekorde über 3000 Meter (8:20,07) und, in eine einsamen Solo bei der deutschen Meisterschaft in Berlin, über 5000 Meter (14:26,76) unterboten sowie im Februar bei Hallen-Veranstaltungen über 1500 (4:02,70) und 3000 Meter (8:32,47).

          „Schön, zum ersten Mal in der Diamond League zu siegen“, sagte Konstanze Klosterhalfen. „Es war windig da draußen, aber ich bin trotzdem eine gute Zeit gelaufen, und das macht mich froh.“ Die Bedingungen hätten sie viel Kraft gekostet, aber für die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Doha, die Ende September beginnt, sei dies die perfekte Vorbereitung. Sie werde nun ins Höhentraining nach St. Moritz reisen. Sie kommt gerade aus dem Höhentraining in den Rocky Mountains.

          Im Windschatten der amerikanischen Tempomacherin Chanelle Price lief Konstanze Klosterhalfen die erste der vier Runden (die Meile hat 1609,30 Meter) in 1:02,74 Minuten. 800 Meter hatte sie in 2:09,22 hinter sich und war dann allein an der Spitze. 1200 Meter waren in 3:14,85 Minuten absolviert. Dabei hielt die Deutsche die Kanadierin Gabriela Debues-Stafford auf Distanz (4:22,47 Minuten).

          Wie Konstanze Klosterhalfen gewann auch Tatjana Pinto ihr erstes Diamond-League-Rennen – die 100 Meter in 11, 15 Sekunden. Doch die stärksten Sprinterinnen der Welt, die in Birmingham antraten, starteten über 200 Meter; Shaunee Miller-Uibo von den Bahamas besiegte in 22,24 Sekunden die britische Europameisterin Dina Asher-Smith (22,36) und die jamaikanische Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (22,50). Daphne Schippers aus den Niederlanden wurde Vierte in 22,81 Sekunden.

          Tatjana Pintos Sieg über die beiden Amerikanerinnen Dezerea Bryant (11,21) und Teahna Daniels (11,24) über 100 Meter ist dennoch Ausdruck der neuen Stärke der Münsteranerin. Sie schloss sich im Winter der Trainingsgruppe des amerikanischen Trainers Rana Reider in Wattenscheid an. Seitdem trainiert sie gemeinsam mit Dreisprung-Olympiasieger Christian Taylor, der Olympia-Zweiten im Hürdensprint Nia Ali (Vereinigte Staaten) sowie dem Kanadier André de Grasse, dem Olympia-Zweiten über 100 und 200 Meter.

          Gesa Krause aus Frankfurt wurde im Hindernislauf über 3000 Meter Sechste in 9:20,55. Praktisch über die gesamte Distanz führte sie die Verfolger an, die der Kenianerin Beatrice Chepkoech nachsetzten, welche in 9:05,55 Minuten vor ihrer kenianischen Mannschaftskameradin Celliphine Chespol 9:06,76 siegte.

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