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Leichtathletik-WM : Kurzporträts deutscher Medaillenhoffnungen

  • Aktualisiert am

Grande Dame des Weitsprungs: Heike Drechsler Bild: AP

FAZ.NET stellt sechs Erfolgstypen aus der deutschen Mannschaft vor: Heike Drechsler, Grit Breuer, Franka Dietzsch, Lars Riedel, Danny Ecker und Nils Schumann.

          4 Min.

          „Ein Ergebnis zwischen Sydney und Sevilla“, hat DLV-Präsident Clemens Prokop als Marschroute ausgegeben. Fünf Medaillen gab es bei Olympia 2000, deren zwölf bei der WM 1999. FAZ.NET stellt sechs aussichtsreiche Kandidaten vor.

          Heike Drechsler - Weitsprung - Endkampf: Dienstag, 7.8., 18:05 Uhr Ortszeit (Mittwoch, 2:05 MESZ)

          Die Grande Dame des Weitsprungs will nach ihrem Coup von Sydney auch in Edmonton für Furore sorgen. Bei Olympia im vergangenen Jahr brachte die bereits 36-Jährige das Kunststück fertig, acht Jahre nach ihrem ersten Olympiasieg in Barcelona zum zweiten Mal die Goldmedaille zu gewinnen. Bei der WM in Kanada könnte Heike Drechsler wieder Geschichte schreiben, denn ihren ersten WM-Titel gewann sie bei den ersten Weltmeisterschaften 1983 in Helsinki. Mit 18 Jahren sprang sie noch unter ihrem Mädchennamen Daute 7,27 Meter weit und avancierte damals zur jüngsten Weltmeisterin. In Edmonton will die Athletin des Karlsruher SC entspannt an den Wettkampf herangehen. Die 6,79 Meter im Vorfeld der WM sind zwar nicht die überragende Leistung, aber Heike Drechsler weiß, dass sie sich noch steigern kann. Die 7-Meter-Marke hat sie auf jeden Fall fest im Visier. Die Kraft dafür geben ihr nicht nur ihr Freund Alain Blondel und Sohn Toni, sondern auch ihr neuer Trainer Dan Vladescu.

          Olympiasieger: Nils Schumann

          Nils Schumann - 800 Meter - Endlauf: Dienstag, 7.8., 19:50 Uhr

          Der Gold-Lauf von Sydney hat das Leben von Nils Schumann auf den Kopf gestellt. Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Ehrungen, Bälle, Gespräche mit potenten Sponsoren, Vereinswechsel, Millionenvertrag sowie die schmerzliche Trennung von Erfolgstrainer Dieter Hermann - die Monate nach seinem Olympiasieg über die 800 Meter waren für den 23-jährigen Thüringer turbulent. Für das Wesentliche fand der „Sportler des Jahres 2000“ kaum noch Zeit: Das Training. Trotzdem startete der Held von Sydney so stark wie noch nie in die nach- olympische Saison. In Hengelo rannte der Athlet der LG Nike Berlin 1:45,28 Minuten, doch dann streikte der Oberschenkel. Er verzichtete auf die großen Meetings und sagte aus Vorsicht auch den Start bei den deutschen Meisterschaften in Stuttgart ab. Aber das ist ein gutes Omen für die WM in Edmonton, denn auch vor seinem Erfolg in Sydney ließ der Motorrad-Freak die lukrativen Golden-League-Meetings sausen und trainierte lieber mit seinem Hund Willi im Thüringer Wald. Ins Rampenlicht war der Mittelstreckler bereits 1998 getreten, als er in Budapest Europameister wurde.

          Grit Breuer - 400 m - Endlauf: Dienstag, 7.8., 20:45 Uhr

          Seit ihren 49,78 Sekunden für die Stadionrunde bei den deutschen Meisterschaften in Stuttgart ist Grit Breuer eine der ganz heißen Anwärterinnen auf WM-Gold. Dass die 29-jährige Magdeburgerin nach ihrer Knie- und Bandscheibenoperation vom Vorjahr so schnell den Anschluss an die Weltspitze schaffte, verblüffte auch ihren Trainer und Lebensgefährten Thomas Springstein. Die Olympischen Spiele in Sydney musste sie auf Grund der Operationen absagen. Aber Grit Breuer ist eine Kämpferin. So wie vor vier Jahren bei der WM in Athen, als sie als Schlussläuferin der 4 x 400-m-Staffel mit einem überragenden Finish dem deutschen Team die Goldmedaille sicherte. 1998 hatte sie mit ihrem EM-Sieg an ihre erfolgreichste Zeit Anfang der 90er Jahre angeknüpft. 1990 gewann sie als gerade 18-Jährige in Split den EM-Titel. Ein Jahr später lief Breuer als WM-Zweite in 49,42 Sekunden ihr bisher schnellstes Rennen. 1992 wurde sie wegen Medikamentenmissbrauchs für fast vier Jahre gesperrt. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta meldete sie sich mit einer Bronzemedaille in der Staffel auf der internationalen Bühne zurück.

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