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Leichtathletik-WM : Gold für Riedel und Buß

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Immer für eine Goldmedaille gut: Diskuswerfer Lars Riedel Bild: AP

Nach dem Läuferpech vom Mittwoch ist die deutsche Leichtathletik-Welt am Donnerstag wieder in Ordnung: Gold für Diskuswerfer Lars Riedel und Hochspringer Martin Buß.

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          Einen Tag nach den enttäuschten Medaillenhoffnungen bei den Läufern, hat der Deutsche Leichtathletik-Verband bei der WM in Edmonton am Donnerstag allen Grund zum Jubeln: Diskuswerfer Lars Riedel und Hochspringer Martin Buß holten in ihren Disziplinen die Goldmedaille. Für Altstar Riedel war dies bereits der fünfte WM-Spitzentitel.

          Bei den achten Leichtathletik-Welttitelkämpfen im kanadischen Edmonton holte sich der 34 Jahre alte Chemnitzer mit dem Meisterschafts-Rekord von 69,72 Meter den Sieg vor dem Weltjahresbesten und Olympiasieger Virgilius Alekna, dessen bester Versuch mit 69,40 m gemessen wurde.

          Sensationell auch Martin Buß: Der 25 Jahre alte Berliner verwies mit persönlicher Bestleistung von 2,36 m den Titelverteidiger Wjatscheslaw Woronin und dessen russischen Landsmann Jaroslaw Rybakow mit jeweils 2,33 m auf den geteilten Silber-Rang.

          Goldjunge Martin Buß übersprang 2,36 Meter

          Riedel trat mit Beschwerden zum Wettkampf an

          Diskuswerfer Riedel, der dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) nach dem Erfolg von Buß binnen einer Stunde den zweiten Titel in Edmonton bescherte, war dabei nicht gerade unter den besten Voraussetzungen angetreten: In der Nacht zum Dienstag hatte sich der Olympiasieger von 1996 den zweiten und dritten Halswirbel blockiert. Nach physiotherapeutischer Behandlung und einer schmerzstillenden Spritze war Riedel zum Wettkampf jedoch wieder ohne Beschwerden.

          „Ich wusste vom Training her, dass er so weit werfen konnte“, kommentierte Riedels Trainer Karlheinz Steinmetz den fünften Triumph seines Schützlings. Im vierten Durchgang schockte der Deutsche mit einem Wurf auf 69,50 m den bis dahin führenden Olympiasieger Alekna. „Der vierte Versuch ist immer ein guter für ihn. Danach war Lars locker“, meinte Steinmetz. Einmal im Weitenrausch, steigerte sich Riedel im folgenden Durchgang sogar noch auf 69,72 m.

          Teilnahme von Buß stand bis zuletzt auf Messers Schneide

          Der Erfolg von Martin Buß beschert dem Verband 17 Jahre nach dem Olympiasieg von Dietmar Mögenburg und zwei Jahre nach seiner Bronzemedaille von Sevilla das erste deutsche WM-Gold in seiner Disziplin überhaupt. „Ich habe es zwar nicht hundertprozentig gewusst“, meinte ein überglücklicher Martin Buß, „aber nach dem Vorbereitungscamp in Calgary, wo ich mit 2,27 m persönliche Trainings-Bestleistung gesprungen bin, wusste ich, dass einiges möglich ist.“

          Dabei hatte die Edmonton-Teilnahme des für Leverkusen startenden WM-Dritten von 1999 bis zum letzten Qualifikationstermin auf des Messers Schneide gestanden. Erst die letzte Möglichkeit bei den deutschen Meisterschaften in Stuttgart am 1. Juli nutzte Buß, um das Ticket nach Kanada zu buchen. Auf die Olympischen Spielen in Sydney hatte der Berliner im Vorjahr wegen einer Achillessehnenoperation verzichten müssen.

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