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Leichtathletik-WM : Fehlstart für die deutsche Mannschaft

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Gekämpft, aber gescheitert: Ingo Schultz Bild: AP

Am ersten Wochende der Leichtathletik-WM gab es aus deutscher Sicht zu viele Enttäuschungen und zu wenig positive Überraschungen. Auch Ingo Schultz schied aus.

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          Den deutschen Leichtathleten schwimmen an der Seine mehr und mehr die Felle davon. Selbst Ingo Schultz, der WM-Zweite von 2001 über 400 Meter, erlebte eine Pleite und konnte das schwarze Wochenende bei den neunten Weltmeisterschaften in Paris nicht verhindern: Der Europameister aus Hamburg wurde am Sonntag in seinem Halbfinallauf mit 46,02 Sekunden nur Siebter und verpaßte den Endlauf. Vor zwei Jahren war er in Edmonton mit persönlicher Bestzeit von 44,66 Sekunden noch in den Endlauf gestürmt und hatte dort sensationell die Silbermedaille gewonnen. Olympia-Sieger Dieter Baumann schaffte es beim 10.000-Meter-Lauf nicht nur auf keinen Medaillenrang, er mußte gar während des Laufs aufgegeben.

          „Katastrophal fürs Image“

          „Es ist das Schicksal der ersten Tage, daß es nicht nur erfreuliche Ergebnisse gibt“, sagte Rüdiger Nickel, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). „Ich sehe keinen Trend zu einer besonders erfolgreichen oder katastrophalen WM.“ Ziel der DLV-Mannschaft ist die Verteidigung von Platz drei in der Nationenwertung.

          Nicht einmal die ohnehin bescheidenen Hoffnungen gingen an den ersten beiden Wettkampftagen im imposanten Stade de France auf. Bereits am Samstag mußten vier DLV-Starter ihre Koffer packen. Auch für die früheren Weltmeister Franka Dietzsch (Diskus) und Karsten Kobs (Hammer) glich das bittere Aus in der Qualifikation einem Debakel. „Das waren zwei Enttäuschungen, denn aufgrund der Vorleistungen mußte man mehr erwarten“, sagte DLV-Präsident Clemens Prokop. Das Ausscheiden von Schultz nannte er „katastrophal fürs Image“.

          Auch Hindernisläufer Filmon Ghirmai und Stabhochspringerin Carolin Hingst schieden aus. Am Sonntag scheiterten neben Schultz 100-Meter-Sprinter Alexander Kosenkow und Claudia Marx (400 Meter) wie erwartet bereits im Vorlauf. „Ich ärgere mich sehr“, gestand die Berlinerin. „Aber für die Staffel gelobe ich Besserung.“

          Riedel leistete Maßarbeit

          Zu den wenigen Lichtblicken des deprimierenden Auftakt-Wochenendes zählten Platz sechs von Kugelstoßer Ralf Bartels (Neubrandenburg) mit achtbaren 20,50 Meter und der achte Rang von Geherin Melanie Seeger aus Potsdam, die in 1:29:44 Stunden ihren deutschen Rekord einstellte. Der fünfmalige Diskus-Weltmeister Lars Riedel (Chemnitz) und sein Kollege Michael Möllenbeck (Wattenscheid) erreichten den Endkampf der besten zwölf ohne Probleme. Riedel leistete Maßarbeit: Mit 64,51 Meter blieb er gleich im ersten Versuch genau einen Zentimeter über der Qualifikationsweite. „Ich wollte einen Nervenkrieg vermeiden“, sagte der 36jährige schmunzelnd.

          In einem schnellen Finale über 10.000 Meter feierten Äthiopiens Frauen durch Berhane Adere (30:04,18 Minuten) und Werknesh Kidane (30:07:15) am Samstag abend derweil einen Doppelerfolg. Weltmeister im Kugelstoßen wurde der Weißrusse Andrej Michnewitsch mit 21,69 Meter. Das Gehen über 20 Kilometer gewanneb Jefferson Perez als erster Leichtathletik-Weltmeister Ekuadors und die Russin Jelena Nikolajewa.

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