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Leichtathletik : Weitspringerin Wester mit Top-Weite

  • Aktualisiert am

Mitten rein in die Weltelite: Alexandra Wester vom ASV Köln Bild: dpa

Die 21 Jahre junge Kölnerin Alexandra Wester springt beim Istaf Indoor im Weitsprung an die Spitze der Weltrangliste. Robert Harting zeigt mit dem letzten Wurf, dass er wieder der Alte ist.

          Mit einem Super-Satz auf 6,95 Meter im Weitsprung ist der jungen Kölnerin Alexandra Wester ein Überraschungssieg beim Istaf Indoor gelungen. Das 21 Jahre alte Talent überbot die Jahresweltbestleistung gleich um elf Zentimeter und landete mitten in der Weltelite. Nebenbei hat sie damit auch als erste deutsche Weitspringerin die Norm für die Hallen-Weltmeisterschaften Mitte März in Portland erfüllt. „Das ist schwer zu realisieren. Mein Ziel war es eigentlich nur, die WM-Norm von 6,75 Meter zu knacken“, sagte die junge Athletin, die vom Publikum gefeiert wurde - was sie als „Hammer“ bezeichnete. Zweite in der mit 12.648 Zuschauern ausverkauften Mercedes-Benz-Arena wurde die Britin Shara Proctor mit 6,91 Metern. Xenia Stolz aus Wiesbaden kam auf Rang drei (6,63).

          Besser als Wester waren in der Halle überhaupt erst zwei deutsche Weitspringerinnen: Heike Drechsler (7,37 Meter) und Helga Radtke (7,09). Olympiasiegerin Drechsler war vor 20 Jahren letztmals bei einem Hallenmeeting weiter gesprungen (6,96 Meter).

          Der Hammer: 6,95 Meter für Alexandra Wester

          Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat bei seinem Comeback nach fast anderthalbjähriger Wettkampfpause auf Anhieb wieder einen Sieg gelandet. Der 31-Jährige steigerte sich im letzten Versuch noch auf starke 64,81 Meter und wurde von den Fans entsprechend gefeiert. Zuvor lag er mit 60,97 nur auf dem fünften Platz. Der dreimalige Weltmeister hatte Anfang September 2014 seinen bis dato letzten Wettkampf bestritten und sich kurz darauf das Kreuzband gerissen. Zweiter bei der 3. Auflage des Leichtathletik-Hallenmeetings wurde Hartings jüngerer Bruder Christoph Harting mit ebenfalls guten 64,34 Metern.

          Der Brasilianer Thiago Braz da Silva düpierte die Top-Favoriten im Stabhochsprung. Der 22-Jährige steigerte seine persönliche Bestleistung gleich um 17 Zentimeter und gewann mit Südamerika-Rekord von 5,93 Metern. Olympiasieger Renaud Lavillenie musste sich als Zweiter mit 5,85 Metern ebenso geschlagen geben wie der frühere Weltmeister Raphael Holzdeppe vom LAZ Zweibrücken, der mit 5,77 Metern auf Rang drei kam.

          Kim Collins und Weltmeisterin Dafne Schippers sicherten sich die Sprintsiege über 60 Meter. Der bereits 39 Jahre alte Routinier aus St. Kitts und Nevis setzte sich bei dem Leichtathletik-Hallenspektakel in 6,53 Sekunden zum dritten Mal in Serie durch. 200-Meter-Weltmeisterin Schippers gewann in der Jahresweltbestzeit von 7,00 Sekunden - zugleich Landesrekord für die Niederländerin. Sie hatte bereits im Vorlauf mit 7,04 Sekunden überzeugt.

          Für einen deutschen Erfolg sorgte Hürdensprinterin Cindy Roleder. Die WM-Zweite von 2015 in Peking gewann das Finale über 60 Meter Hürden in 7,96 Sekunden souverän vor der Amerikanerin Kristi Castlin (8,06). Im Männerfinale blieb der Franzose Dmitri Bascou in 7,41 Sekunden gleich 8/100 unter der bisherigen Jahresweltbestzeit.

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